
Chiara Boschis - E.Pira & Figli
Barbera d'Alba Superiore DOC 2023
Der Barbera d'Alba Superiore DOC 2023 von Chiara Boschis – E.Pira & Figli ist ein rassiger, trockener Rotwein aus drei Kalkmergel-Lagen im Piemont, der seine Spannung aus der Säure zieht.
CHF 33.00
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Über diesen Wein
Charakter
Ein trockener Barbera, der Kraft und Kontrast gleichzeitig bedient. Im Glas leuchtendes, brillantes Purpur mit dichtem Kern. Die Nase bringt dunkle, satte Frucht, die von Beginn an von Würze und Frische getragen wird: Schattenmorelle und Sauerkirsche im Zentrum, flankiert von Pflaume, Brombeere und einem Hauch Cassis. Darunter eine erdige Tiefe aus Zedernholz, Wacholder, Unterholz und Tannennadeln, leicht harzig, dazu Rosmarin, Thymian, Walnuss und Majoran. Der Jahrgang 2023 wirkt dabei auffallend elegant, fast schwebend, mit einer feinen ätherischen Nuance.
Terroir und Herkunft
Die Reben stehen auf Kalkmergel aus dem Tertiär, verteilt auf die drei Lagen Mosconi, Ravera und Gabutti, im Mittel auf rund 350 Höhenmetern. Chiara Boschis führt E.Pira & Figli seit 1990, seit 2010 gemeinsam mit ihrem Bruder Giorgio; elf Hektar in Barolo, Monforte und Serralunga gehören heute zum Gut. Sie stellte als Erste im Cannubi auf biologischen Anbau um und initiierte das Cannubi Bio Projekt, dem bis 2015 rund 80 Prozent der Winzer dieser Lage folgten.
Rebsorte und Vinifikation
Reiner Barbera, gelesen am 26. und 27. September 2023. Vergärung im Stahl unter Temperaturregulierung, mit regelmässigem Unterstossen des Tresterhuts für eine duftige, intensive Frucht. Danach 16 Monate Reife in Barriques französischer Provenienz, zweite und dritte Belegung.
Am Gaumen
Fleischig, unmittelbar zugänglich und zugleich rassig. Die Frucht steht klar vorn, wird aber konsequent von einer adstringierenden, griffigen Säure getragen, die Zug und Energie gibt. Sauerkirsche prägt den Geschmack intensiv, Tannine treten nicht in Erscheinung. Das Finale wird nach hinten heller und filigran, die säuerlich-würzigen Aromen kehren wieder und geben dem Abgang Länge.
Besonderheiten
Höhenlage und gebrauchtes Holz halten diesen Superiore schlank: Die Struktur kommt von der Säure, nicht von der Fülle.



