Lebendige Weine Schweiz & Liechtenstein

Huet

Le Haut Lieu Moelleux 1ère Trie 2022

2022 · 0,75 l

Ein edelsüsser Chenin Blanc aus Le Haut-Lieu, dem Gründungsweinberg der Domaine Huet in Vouvray, gelesen im ersten Durchgang aus den zuerst botrytisbefallenen Trauben.

CHF 65.50

Preise in CHF, inkl. Zoll und aller Abgaben, zzgl. Versand CHF 15 (frei ab 12 Flaschen oder CHF 300) — keine weiteren Kosten bei Zustellung.

Lieferbar in die Schweiz

Menge (Flaschen)

Mindestbestellmenge: 6 Flaschen, frei mischbar.

Im Warenkorb — Zur Kasse →

Konnte nicht hinzugefügt werden — bitte erneut versuchen.

Über diesen Wein

Charakter

Ein restsüsser Vouvray, der seine 95 Gramm Restzucker nicht ausstellt. Die Nase bleibt zunächst zurückhaltend und eher floral als konzentriert, mit einer Ahnung von Honig, Gestein und eingelegten Kumquats. Der Chenin Blanc wirkt hier kühl und steinig, die volle Frucht hält sich noch zurück.

Terroir und Herkunft

Le Haut-Lieu ist der Weinberg, mit dem die Domaine Huet begann: 1928 kam die Familie Huet erstmals nach Vouvray und kaufte das Anwesen samt der fünf Hektar grossen Lage. Sie liegt auf dem Plateau von Vouvray, auf tiefbraunem Lehm mit etwas Feuerstein und Kreide im Oberboden, den man örtlich aubuis nennt. Vier Meter darunter steht gelber Tuffeau-Kalkstein.

Rebsorte und Vinifikation

Die Lese begann 2022 am 8. September, dem zweitfrühesten Termin der Weingutsgeschichte, und zog sich über sechs Wochen – so lange hatten die 24 Erntehelfer noch nie gelesen. Hitzewellen und Trockenheit liessen das Traubenmaterial sehr heterogen reifen. In die Première Trie kamen die ersten mit Botrytis behafteten Trauben, in vielen Durchgängen penibel sortiert, gepresst und spontan vergoren; die malolaktische Gärung fand nur in einzelnen Fässern statt. Ausgebaut wurde der Wein in gebrauchten Demi-Muids.

Am Gaumen

Hier öffnet sich der Wein: sanft, zugewandt, voller reifer, teils gedörrter Pfirsiche, Quitte, gelber Pflaumen, Orangen, Äpfel und Birnen. Die Frucht ist konzentriert, ohne kompottartig zu werden, und mit 11,5 % Vol. bleibt der junge Jahrgang leichtfüssig. Eine dunkle, tiefe Mineralik und feine Säure balancieren die Süsse.

Speiseempfehlungen

Spaghetti mit Vongole und Chili in Kokosmilch, Kalbsleber-Mousse mit karamellisierten Apfelscheiben und Rösti sowie gebratene Topinambur-Scheiben mit gerösteten Haselnüssen und Rosinen auf Kartoffelstampf.

Besonderheiten

Gaston Huet führte die Biodynamie bereits Ende der 1980er Jahre ein, seit 1993 ist das gesamte Weingut Demeter-zertifiziert. Eine Moelleux 1ère Trie entsteht nur in Ausnahmejahren, denn ob Botrytis kommt, entscheidet das Wetter und nicht der Winzer. Für die Weine verantwortlich ist seit 2020 Kellermeister Benjamin Joliveau, ein gebürtiger Vouvrayer.

Weitere Weine von Huet

Alle anzeigen