Lebendige Weine Schweiz & Liechtenstein

Maison Stephan

Côte Rôtie "Côteaux de Tupin" AOC 2020

2020 · 0,75 l

Der Côte Rôtie «Côteaux de Tupin» AOC 2020 von Maison Stephan stammt von 0,5 Hektar Steillage in Tupin und besteht zu 100 % aus Serine, einer fast ausgestorbenen Verwandten von Syrah und Dureza.

CHF 162.50

Preise in CHF, inkl. Zoll und aller Abgaben, zzgl. Versand CHF 15 (frei ab 12 Flaschen oder CHF 300) — keine weiteren Kosten bei Zustellung.

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Menge (Flaschen)

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Über diesen Wein

Charakter

Der Wein startet in seiner Jugend explosiv und wirkt zunächst fast überbordend. Mit viel Luft findet er zu sich: die Opulenz tritt zurück, Gestein und kühle Würze gewinnen Kontur, aus der aromatischen Fülle schält sich Finesse. Ein eigenwilliger Côte Rôtie von Tiefe, Struktur und Länge, der vor allem eines verlangt: Zeit.

Terroir und Herkunft

Die Trauben stammen von 0,5 Hektar Steillage auf Leuko-Gneis in Tupin. Jean-Michel Stephan erwarb den Weinberg 1991; dessen älteste Pflanzen datieren auf 1893. Die Parzellen für den Côteaux de Tupin wurden teils 1941, teils 1993 gepflanzt. Der Ertrag bleibt mit 15 bis 20 Hektoliter pro Hektar extrem gering. Das Haus bewirtschaftet 4,5 Hektar Steillage in der Côte-Rôtie, seit 2017 gemeinsam mit Romain Stephan.

Rebsorte und Vinifikation

100 % Serine, eine Rebsorte, die als fast ausgestorben galt und eng mit Syrah und Dureza verwandt ist; im Weingut wird sie über Selektion massale bewahrt. Vinifiziert wird im Sinne von Jules Chauvet: kühle Vorvergärung über 24 Stunden, danach kühle Kohlensäuremaischegärung über 20 Tage. Es folgen 24 Monate in gebrauchten Eichenfässern aus dem Wald von Jupille. Der Wein wurde weder filtriert noch geschönt und nur minimal geschwefelt.

Am Gaumen

In der Nase Cassis, Brombeere, Schwarzkirsche, Holunder und Feige, dazu Veilchenpastillen, Flieder, Oliventapenade, schwarzer Pfeffer und Süssholz. Am Gaumen zeigt sich die ganze Konzentration, ohne je schwer zu wirken: dunkle Beeren, Olive und ein saftiger, leicht süsslich wirkender Fruchtkern, dazu Tinte und violette Würze. Das Tannin ist trocken und griffig, von mittlerer Körnung; eine kühle Säure zieht durch den mächtigen Körper. Mit Luft gewinnt der Wein an Präzision und legt seine steinige, pulsierende Mineralität frei.

Besonderheiten

Die Arbeit in den Steillagen geschieht weitgehend von Hand, bei der Bodenbearbeitung helfen Pferde, in den steilsten Parzellen Seilwinden. Abgefüllt wird im Betrieb in Tupin-et-Semons. 13,0 % Vol., trocken.

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