Lebendige Weine Schweiz & Liechtenstein

Domaine Zind-Humbrecht

Riesling Heimbourg 2022

2022 · 0,75 l

Der Riesling Heimbourg 2022 der Domaine Zind-Humbrecht wächst auf einem oligozänen Kalksteinhügel bei Turckheim und ist trocken ausgebaut, mit belebender Säure und salziger Note.

CHF 51.50

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Über diesen Wein

Charakter

Erdig und mineralisch im Duft, mit Steinpilz und Trüffel, dazu mit Luft Apfel, Zitronat, Orange und Aprikosenstein sowie Linden- und Baumblüte. Kraftvoll, und die Komponenten sind schön ineinander verwoben.

Terroir und Herkunft

Der Heimbourg liegt in Turckheim an der Süd-/Südwestseite eines oligozänen Kalksteinhügels, dem Münstertal zugewandt. Eine kleine, schwierig zu bewirtschaftende Einzellage, von der die Domaine Zind-Humbrecht fast zwei Drittel besitzt, heute vor allem mit Riesling und Grauburgunder bestockt. Der Boden reift spät, die Exposition ist solar; Trockenheit setzt den Reben nicht zu, weshalb die Reife 2022 sehr rasch voranschritt und der Lesezeitpunkt genau beobachtet werden musste.

Rebsorte und Vinifikation

Reinsortiger Riesling von jungen Reben, die nach dem Jahrgang 2012 anstelle des früheren Gewürztraminers gesetzt und von Beginn an biodynamisch bewirtschaftet wurden; sie wurzeln besser und liefern eine Qualität, die jener der älteren Stöcke kaum nachsteht. Die Gärung verlief sehr langsam, kam aber nie zum Stillstand, sodass der Wein bei 13,5% Vol. sehr trocken ausklingt.

Am Gaumen

Gestochen scharf trifft der Wein mit belebender Säure auf die Zunge, durchzogen von einer feinen salzigen Note. Im Vordergrund stehen jetzt Zitrusfrucht und Apfel; mit den Jahren treten die erdigen, rauchigen und würzigen Aromen stärker hervor.

Speiseempfehlungen

Zu pochiertem Freiland-Ei mit getrockneten Steinpilzen und Estragonschaum, angeräuchertem Lachs mit Trüffelöl und Orangenzesten oder gebratenem Stubenküken mit Zimt und frischen Mandeln. Jung geöffnet einen Tag vorher dekantieren und nicht zu kalt aus grossen Burgundergläsern servieren.

Besonderheiten

Olivier Humbrecht, erster Franzose mit Master of Wine, bewirtschaftet 42 Hektar; seit 2019 arbeitet Pierre Émile Humbrecht als elfte Generation mit. Kein Wein verlässt den Keller vor ein bis zwei Jahren Reife, mindestens sechs Monate davon auf der Hefe, bei Erträgen von 30 bis 40 Hektolitern je Hektar.

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