Lebendige Weine Schweiz & Liechtenstein

Domaine Zind-Humbrecht

Riesling Wineck-Schlossberg Grand Cru 2023

2023 · 0,75 l

Trockener Riesling aus der Grand-Cru-Lage Wineck-Schlossberg im Tal von Katzenthal, gewachsen auf Granit und ausgebaut von der Domaine Zind-Humbrecht.

CHF 79.50

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Über diesen Wein

Charakter

Ein trocken ausgebauter Elsässer Riesling mit satter Frucht und phenolischem Rückgrat. Die Nase ist intensiv und üppig: Mirabelle, Aprikose, Khaki, grüne Mango, gegrillte Ananas und ein Hauch Passionsfrucht, dahinter steinige, karge und lineare Anklänge, weisser Pfeffer, Fenchelsaat und Anis, vegetabile Töne von Erbsensprosse und Artischocke, getrockneter Majoran und Estragon, zuletzt Safran und Kurkuma. Die Frucht bleibt dabei frisch und von feiner Säure durchzogen.

Terroir und Herkunft

Der Grand Cru Wineck-Schlossberg liegt im geschlossenen Tal von Katzenthal, von der Weinstrasse aus kaum zu sehen. Die Lage bildet sich aus zwei Hügeln, deren steile Hänge von Südosten nach Südwesten drehen. Der Granit speichert Wärme, und die Lage ist gut vor Winden geschützt; beides steht in der Kraft des Weins.

Rebsorte und Vinifikation

Reiner Riesling von im Durchschnitt 41-jährigen Reben, die 29 Hektoliter pro Hektar brachten. Der Jahrgang 2023 gärte lange vor sich hin und endete mit 2,6 g/l Restzucker, ausgewiesen als Indice 1 und damit trocken. 4 g/l Säure halten dagegen, der Alkohol liegt bei 13,0% Vol.

Am Gaumen

Dicht, kompakt, mit fordernder Struktur. Die tropische Üppigkeit der Nase tritt zurück; es bleibt gelbe Frucht, gefasst von feiner Phenolik und einem zarten Gerbstoffgerüst, das Grip gibt und im Mundgefühl an milden Tabak denken lässt. Im Nachhall treten Gewürze und Kräuter stärker hervor. Die Säure wirkt moderat und liefert dennoch permanent frischen Zug.

Besonderheiten

Olivier Humbrecht, erster Franzose mit dem Titel Master of Wine, bewirtschaftet 42 Hektar biodynamisch; 1996 stellte er die ersten fünf Hektar um, in den steilsten Weinbergen arbeiten wieder Pferde. Kein Wein verlässt den Keller vor ein bis zwei Jahren Reife, mindestens sechs Monate davon auf der Hefe. Die Humbrechts sind seit 1620 Winzer, seit 2019 arbeitet Pierre Émile Humbrecht als elfte Generation mit.

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