Lebendige Weine Schweiz & Liechtenstein

Rémi Jobard

Meursault 1er Cru Les Charmes AOC 2023

2023 · 0,75 l

Ein Chardonnay aus der Premier-Cru-Lage Les Charmes am südlichen Ortsrand von Meursault, grosszügig in der Frucht und straff im Bau.

CHF 186.00

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Über diesen Wein

Charakter

Ein Meursault, der zwei Dinge gleichzeitig kann: Er öffnet sich offenherzig und zugewandt, bleibt dabei aber fest gebaut. Die Farbe ist ein helles Zitronengelb mit grünen Reflexen, strahlend und klar. Ein Wein für die Karaffe und für grosse Gläser.

Terroir und Herkunft

Die Premier-Cru-Lage Les Charmes liegt am südlichen Ortsrand von Meursault, angrenzend an Puligny-Montrachet, auf etwa 260 bis 280 Metern Höhe mit südöstlicher Exposition. Die Böden sind steinige Kalkmergel mit hohem Kieselanteil und karger als in den tiefer gelegenen Teilen des Dorfes. Les Charmes gilt als füllig und grosszügig und ist zugleich mineralisch geprägt durch den hohen Kalkanteil.

Rebsorte und Vinifikation

Reinsortiger Chardonnay aus biodynamisch bewirtschafteten Reben, mit strenger Ertragskontrolle und selektiver Handlese. Die Trauben werden langsam und schonend gepresst, morgens gelesene mindestens sechs Stunden, nachmittags gelesene oft über Nacht. Die Vergärung erfolgt spontan mit heimischen Hefen. Der Ausbau dauert rund zwölf Monate in grossen Stockinger-Fässern und gebrauchten Pièces mit höchstens 20 Prozent Neuholz, danach reift der Wein weitere sechs Monate im Edelstahltank. Abgefüllt wird unfiltriert mit minimaler Schwefelzugabe.

Am Gaumen

Reichhaltig und füllig, dabei sehnig und straff, kraftvoll und agil. Ein vertikaler Säurezug und ein eng gewobenes mineralisches Korsett konturieren den Wein. Nichts wirkt hier weich oder unbestimmt, alles ist fest und definiert. In der Nase führen gelber Apfel, Zitronenblüten und Mandarine in salzigen Stein, dazu warmer Weckmann mit salziger Butter, Lemon Curd, Sauerampfer und Kerbel, in stetem Wandel.

Besonderheiten

Rémi Jobard baut in 600-Liter-Stockinger-Fässern aus französischer, österreichischer und slawonischer Eiche aus statt in kleinen Barriques: weniger Holzkontakt pro Liter, langsamerer Sauerstoffaustausch. Nur etwa ein Fünftel der Fässer wird jährlich erneuert. Die Domaine verzichtet seit 1994 auf Kunstdünger und Pestizide, seit 1998 auf Herbizide; die Rebzeilen werden manuell bearbeitet und begrünt. Stabilität gewinnen die Weine durch zwei Winter Reifung statt durch technische Eingriffe.

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