Lebendige Weine Schweiz & Liechtenstein

Franz Keller

Schlossberg Achkarren Grauburgunder GG 2023

2023 · 0,75 l

Der Schlossberg Achkarren Grauburgunder GG 2023 von Franz Keller wächst im Kernstück des Achkarrer Schlossbergs am Kaiserstuhl auf kalkhaltigem Tuffgestein und setzt bei der Rebsorte auf Säure und Struktur statt auf Fülle.

CHF 44.50

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Menge (Flaschen)

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Über diesen Wein

Charakter

Ein Grauburgunder, der mit Präsenz und Komplexität beginnt, ohne laut zu werden. Die Frucht schwingt zwischen gelben und roten Akzenten: Waldhimbeere, unreife Mango, Quitte, gelber Pfirsich und Bratapfel, eng verwoben mit einer rassigen Würze aus getrocknetem Lorbeer, Majoran, Wacholder und weissem Pfeffer. Dazu waldige Noten von Tannennadeln, ein Hauch Rauch und teigig-nussige Akzente von Marzipan, Mandelblüte und gehackten Mandeln. Das aromatische Gefüge bleibt bewusst schwer zu fassen.

Terroir und Herkunft

Die Parzelle liegt im Kernstück des Achkarrer Schlossbergs, steil und windgeschützt, auf kalkhaltigem Tuffgestein. Der Schlossberg ist eine der sechs VDP Grossen Lagen des Weinguts Franz Keller, das seit 1892 im Kaiserstuhl arbeitet und seit 2016 von Friedrich Keller in vierter Generation geführt wird.

Rebsorte und Vinifikation

Basis ist ein Grauburgunder alter Genetik, der in der Lage per Selection Massale vermehrt wird. Der Ausbau dauert 12 Monate im grossen Holz und weitere 6 Monate im Stahltank, jeweils auf der Vollhefe. Die 2013 fertiggestellte, terrassenförmig in den Hang gebaute Kellerei erlaubt einen schonenden Ausbau nach dem Gravitationsprinzip. 12,5 % Vol., trocken.

Am Gaumen

Rassig und präzise, getragen von einer hochstehenden Säure, die für die Rebsorte Massstäbe setzt. Das feine Gerbstoff- und Phenolgerüst wird von dieser Säure überholt, auf der Gaumenmitte steht ein kristallklarer Säuredruck. Die Frucht tritt in der Jugend zurück, bleibt im Kernobstspektrum und blitzt punktuell rötlich auf: Waldhimbeere, Johannisbeere. Der Wein schiebt kraftvoll, ohne Breite, ohne Schmelz, das Mundgefühl ist knackig und adstringent. Im Nachhall öffnet er sich hell mit frisch aufgeschnittener Birne.

Besonderheiten

Ein Grosses Gewächs, das die Rebsorte anders positioniert: keine opulente Frucht, sondern Säurelinie, Würze und Textur. Friedrich Keller stellt das Weingut schrittweise auf biologischen Anbau mit biodynamischen Elementen um, die Arbeit im Keller folgt dem Grundsatz „so wenig wie möglich, so viel wie nötig".

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