
Vigna La Miccia Marsala Superiore Oro Riserva 2020 500ml
Der Vigna La Miccia Marsala Superiore Oro Riserva 2020 von Marco de Bartoli ist ein Marsala aus Grillo, gewachsen im Westen Siziliens, gebaut auf Kontur statt auf Zucker.
CHF 36.50
Preise in CHF, inkl. Zoll und aller Abgaben, zzgl. Versand CHF 15 (frei ab 12 Flaschen oder CHF 300) — keine weiteren Kosten bei Zustellung.
Lieferbar in die Schweiz
✓ Steht auf Ihrer Merkliste. — Zur Merkliste
Über diesen Wein
Charakter
Dieser Marsala geht den Weg, den Marco de Bartoli 1985 einschlug: weniger Zucker, mehr Kontur. Kraft und Persönlichkeit eines klassischen Marsala bleiben, kommen hier aber in feingliedriger Statur und mit subtiler Frische.
Terroir und Herkunft
Die Grillo-Trauben wachsen im Westen Siziliens rund um Marsala, wo die Sorte seit den Phöniziern auf kalkreichen Böden steht. Die Familie bewirtschaftet 30 Hektar in biologischem Weinbau, 3.500 Rebstöcke pro Hektar, erzogen im traditionellen Alberello oder im Guyot, und erntet ausschliesslich von Hand. Renato de Bartoli verantwortet Weinberge und Keller in Samperi, wo sein Vater 1978 begann.
Rebsorte und Vinifikation
Grillo bringt hohe natürliche Säure mit und erreicht hohe Alkoholgrade, ohne ihre Eleganz zu verlieren; hier sind es 18,5 % Vol. Vergoren wird mit einheimischen Hefen. Während der Vinifikation wird jeder Sauerstoffkontakt vermieden, um unerwünschte Oxidation auszuschliessen. Der Ausbau erfolgt in französischer Eiche, die Fässer werden stets wieder aufgefüllt.
Am Gaumen
Die Nase ist üppig: Orangenblütenwasser, kandierte Orange, getrocknete Aprikose, Kaktusfrucht und Feige, dazu geröstete Mandel, Haselnuss und tropfende Honigwabe. Der Mund widerspricht diesem ersten Eindruck: straff, salin, schlank. Die Textur ist sehnig statt fett, mit feiner Würze und hellem Tabak, getragen von einer durchgehend vibrierenden Säure, die den Wein konturiert und aromatisch erdet. Die Süsse bleibt Teil des Gesamtbildes, nicht dessen bestimmende Grösse.
Besonderheiten
Zwischen 1995 und 2000 blieb die Kellerei geschlossen, weil die Behörden einen Wein mit 18 Prozent Alkohol nicht als Wein gelten lassen wollten. Der ehemalige Rennfahrer Marco de Bartoli suchte in den 1970er-Jahren alte Solera-Fässer zusammen und rekonstruierte den historischen Keller der Familie; heute führen Renato, Sebastiano und Giuseppina de Bartoli das Gut.



