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Sizilien · Italien

Marco de Bartoli

Marco de Bartoli

Marco de Bartoli in Samperi bei Marsala bewirtschaftet 30 Hektar im Westen Siziliens, biologisch und mit autochthonen Rebsorten, darunter Grillo und Zibibbo. Marco de Bartoli fuhr zehn Jahre lang Rennen, kehrte in den 1970er Jahren auf das Familiengut zurück und füllte 1978 die ersten Barriques aus dem rekonstruierten Keller. Sein Vecchio Samperi reift nach der Perpetuum-Methode, bei der junger Wein fortlaufend zu älteren Jahrgängen kommt; der Quarantennale erreicht damit vierzig Jahre. 1984 kam Bukkuram auf der Vulkaninsel Pantelleria dazu, wo Zibibbo auf fünf Hektar im Alberello Pantesco steht. Heute führen seine Kinder Renato und Giuseppina de Bartoli das Gut.

Die Weine

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Vom Rennsport zurück nach Samperi

Marco de Bartoli fuhr zehn Jahre lang Rennen und sammelte Oldtimer, bevor er in den 1970er Jahren auf das Familiengut in Samperi bei Marsala zurückkehrte. Dort suchte er alte Solera-Fässer zusammen und rekonstruierte den historischen Keller der Familie; 1978 füllte er die ersten Barriques. Sein Motto hatte er frei nach Gaudí gefasst: „Originalität erreicht man, wenn man zu den Wurzeln zurück geht.“ Zwischen 1995 und 2000 blieb die Kellerei geschlossen, weil die Behörden geltend machten, ein Wein mit 18 Prozent Alkohol lasse sich nicht als Wein klassifizieren.

Grillo auf den Kalkböden von Marsala

Die Grillo-Traube wächst seit den Phöniziern auf den kalkreichen Böden um Marsala, und sie verbindet hohe natürliche Säure mit der Fähigkeit, hohe Alkoholgrade zu erreichen. Der Vecchio Samperi reift nach der Perpetuum-Methode: Junger Wein kommt fortlaufend zu älteren Jahrgängen, und der Fassinhalt wird nie vollständig aufgebraucht. Im Glas stehen angetrocknete Frucht, Nüsse und Orangenschale, dazu eine Säure, die sich durch die Fülle schneidet und das Finish lange trägt. 1990 kam mit dem Grappoli del Grillo der erste sortenreine Grillo-Weisswein des Guts.

Der Terzavia, der dritte Weg nach dem Marsala und dem trockenen Grillo, besteht zu hundert Prozent aus Grillo. Die Lese beginnt in der zweiten Augustwoche, die ganzen Trauben werden sanft gepresst, zwanzig Prozent vergären in französischer Eiche, der Rest mit natürlichen Hefen im Edelstahl. Die Tirage erfolgt mit frischem Most anstelle von Zucker, danach reift der Wein mindestens achtzehn Monate auf der eigenen Hefe und bleibt ohne Dosage.

Bukkuram auf Pantelleria

1984 erweiterte Marco de Bartoli das Gut um Bukkuram auf Pantelleria, der Vulkaninsel hundert Kilometer südwestlich von Sizilien. Auf dem einzigen nach Südwesten ausgerichteten Plateau der Insel liegen fünf Hektar Weinberg und die Kellerei, untergebracht in einem Dammuso aus dem 18. Jahrhundert. Die Zibibbo-Reben stehen niedrig und freistehend im Alberello Pantesco, einer Anbaumethode unter dem Schutz der UNESCO. Für den Bukkuram „Sole d'Agosto“ wird ein Teil der Trauben Mitte August gelesen und zwei Wochen in der Sonne getrocknet. Fünf Jahre nach dem ersten Bukkuram entstand Pietranera, ein trockener Zibibbo von terrassierten Lagen im Norden Pantellerias.

Weinberg und Keller heute

Die Familie bewirtschaftet 30 Hektar im biologischen Weinbau, mit 3500 Rebstöcken je Hektar im traditionellen Alberello oder im Guyot. Gelesen wird ausschliesslich von Hand, vergoren mit einheimischen Hefen. Renato de Bartoli verantwortet Weinberge und Keller in Samperi, Giuseppina de Bartoli die Administration. Neben Grillo und Zibibbo stehen Catarratto, Lucido und Pignatello im Sortenspiegel; aus Pignatello entsteht der Josèphine rouge, ein Vino Liquoroso, und unter dem Namen Integer ein Grillo und ein Zibibbo als Orange Wines. Der Marsala des Guts steht bei der New York Times unter den besten Süssweinen der Welt.

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