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Sizilien · Italien

I Vigneri di Salvo Foti

salvo foti

I Vigneri di Salvo Foti bewirtschaftet kleine Parzellen an den Hängen des Ätna in Sizilien. Salvo Foti gründete I Vigneri in Anlehnung an die Maestranza dei Vigneri, die Winzervereinigung von 1435; rund 35 Männer arbeiten heute in dieser Gruppe. Die Reben stehen im Alberello Etneo, der Buschreberziehung des Ätna, an Kastanienpfählen und werden von Hand bearbeitet. Aus Nerello Mascalese, Nerello Cappuccio, Carricante, Minnella bianca und Alicante entstehen Weine mit feiner Säure und salziger Frische; im Keller gären sie spontan, ohne Temperaturkontrolle, und Abstich wie Abfüllung folgen den Mondphasen. Ätna-Wein ist für Salvo Foti ein „Human-Wine“.

Die Weine

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Salvo Foti und die Maestranza dei Vigneri

Die Weinberge am Ätna sind kleinteilig, und die Erziehungsform der Reben lässt keine Maschine zu; diese Kulturlandschaft braucht den Menschen. Salvo Foti gründete I Vigneri und nahm den Namen von der Maestranza dei Vigneri, einer Winzervereinigung aus dem Jahr 1435. Rund 35 Männer gehören heute dazu. Sie rekultivieren alte Flächen, setzen neue Reben und halten die Muretto Assecco instand, die Trockenmauern des Ätna.

Caselle über Milo und der Weinberg Calderara

Die Weissweine wachsen in der Contrada Caselle in der Gemeinde Milo, an der Ostflanke des Ätna auf 750 Metern. Der Aurora besteht aus 90 Prozent Carricante und 10 Prozent Minnella bianca; sein Weingarten wurde 2010 und 2015 im Alberello mit Kastanienpfählen gesetzt, 7'800 Stöcke je Hektar. Benannt ist der Wein nach einem Schmetterling, der am Ätna Aurora heisst, vom Aussterben bedroht ist und das Etikett ziert; ihm zuliebe geschieht die Arbeit im Weinberg von Hand und mit natürlichen Präparaten. Der VignadiMilo, ein reinsortiger Carricante, kommt vom Weinberg Milo, der 2008 neu bestockt wurde, 0,15 Hektar im Alberello Etneo mit 10'000 Stöcken je Hektar.

Der Vinupetra stammt aus dem Weinberg Calderara im Bezirk Porcheria, 0,5 Hektar auf 700 Metern. Die Reben sind im Schnitt über hundert Jahre alt und tragen Nerello Mascalese, Nerello Cappuccio, Alicante und Francisi. Vinupetra heisst Wein aus Stein.

Alberello Etneo und Kastanienpfähle

Im Alberello wächst jede Rebe als eigener Busch und wird einzeln von Hand bearbeitet, gestützt von Kastanienpfählen vom Ätna. Salvo Foti setzt auf alte, oft wurzelechte Reben. Ihre Trauben werden in kleinen Mengen gelesen. Die Weinberge liegen bis in 1'200 Meter Höhe, auf Böden aus erkalteter Lava, Asche und Sand. Nerello Mascalese ergibt hier hellfarbene Rotweine mit feiner Säure. Carricante bringt in den höheren Lagen Weissweine von salziger Mineralität.

Palmento und Mondphasen

Im Palmento, der traditionellen Presse des Ätna, verarbeitet I Vigneri die Trauben nach altem Verfahren. Der I Vigneri Rosso entsteht dort und gibt dafür die Klassifizierung als Etna DOP auf; er kommt als Vino Rosso in den Handel. Für ihn werden 90 Prozent Nerello Mascalese und 10 Prozent Nerello Cappuccio von etwa zwanzigjährigen Reben ab der ersten oder zweiten Oktoberwoche von Hand selektiert, ungerebelt mit den Füssen angepresst und rund acht Tage mit Schalen und Stielen mazeriert. Die spontane Gärung dauert acht bis zehn Tage, und der Wein entsteht ohne Temperaturkontrolle und ohne Holzfass.

Die Gärungen starten mit wilden Hefen, beim Aurora mit einem Pied de Cuve im Edelstahl, nachdem der Most rund dreissig Stunden sedimentiert hat. Der Ausbau geschieht in gebrauchten Holzfässern und in Zementtanks. Beim VignadiMilo kommen weder Sulfite noch Reinzuchthefen, Temperaturkontrolle oder Filtration zum Einsatz. Abstich und Abfüllung richten sich nach den Mondphasen, und die Schwerkraft bewegt den Wein.

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