Felix Callejo

Bodegas Félix Callejo in Sotillo de la Ribera bewirtschaftet 55 Hektar am nördlichen Rand des Duero-Tals, zwischen 830 und 930 Metern Höhe. Félix und Pilar Callejo gründeten das Gut 1989; heute führen es ihre vier Kinder, José Félix und Noelia im Keller, Cristina und Beatriz im Vertrieb. Seit 2000 wird biologisch gearbeitet, mit Begrünung zwischen den Rebzeilen, Spontangärung und einer Lese, die früh beginnt. Tim Atkin wählte José Félix Callejo 2021 zum „Winemaker of the Year“. In den Weinen aus Tinto Fino bleibt die Säure der kalten Nächte als Rückgrat erkennbar, vom Flores de Callejo bis zum Gran Callejo Gran Reserva.
Sotillo de la Ribera, 1989
Félix Callejo trat das Erbe seines Vaters früh an und gründete 1989 mit seiner Frau Pilar das Weingut in Sotillo de la Ribera. In den ersten Jahren packten die beiden ihre Weine in Koffer und reisten durch Europa, um sie bekannt zu machen. Heute führen der Sohn und die drei Töchter das Haus, zwei von ihnen als studierte Önologen: José Félix Callejo und Noelia Callejo verantworten den Keller, Cristina und Beatriz Callejo den Vertrieb. Nach Pilar Callejo ist der Viña Pilar Clarete benannt.
José Félix Callejo absolvierte 1999 ein Praktikum in Pomerol und arbeitete ein Jahr später in Chile, Noelia Callejo sammelte Erfahrung in Argentinien und zweimal im Napa Valley. Beide kehrten in das Dorf ihrer Kindheit zurück.
27 Parzellen auf den Páramos
Die Weinberge verteilen sich auf 27 Parzellen entlang der Hügel von Sotillo de la Ribera. Oben auf den Páramos, den kargen Hochebenen auf 930 Metern, tritt der Kalkstein an die Oberfläche. Weiter unten im Tal wechseln Kieselböden alter Flussläufe, sandige Zonen nahe den Kiefernwäldern und schwere Tonböden. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht liegen oft über 15 Grad, und der Tinto Fino behält dadurch seine Säure. In den Hochlagen über 900 Metern drohte früher Frost, und die Trauben reiften nicht in jedem Jahr vollständig aus; heute gehören diese kühlen Parzellen zu den begehrtesten der Ribera del Duero.
Der Finca Valdelroble kommt aus einer dieser Lagen auf 930 Metern, 75 Prozent Tinto Fino und 25 Prozent Merlot, auf Kalkboden gewachsen, im Betontank vergoren und 18 Monate in 500-Liter-Eichenfässern ausgebaut. Für den Flores de Callejo lesen die Callejos jungen Tinto Fino aus Parzellen auf 830 und 850 Metern, hier auf Sand und Lehm; Gärung und Ausbau dauern fünf Monate im Stahltank und in Fässern derselben Grösse.
Die Arbeit im Weinberg
Zwischen den Rebzeilen steht eine Begrünungseinsaat, die den Ertrag von selbst begrenzt, die Gärungen laufen spontan mit den Hefen aus den Weinbergen an, und die Lese beginnt früh, was die Frucht knackig und den Alkohol moderat hält. Der Majuelos de Callejo stammt von alten Reben einzelner Lagen. Im Glas stehen dunkle Frucht, Röstaromen und eine seidige Textur.
Gran Reserva und Albillo Mayor
Der Gran Callejo Gran Reserva wächst reinsortig als Tinto Fino auf 900 Metern, reift zwei Jahre in französischen Barriques und danach drei Jahre in der Flaschenreife; nach diesen fünf Jahren Ausbau trägt er die Klassifikation Gran Reserva. Den Albillo Mayor, die autochthone weisse Sorte der Region, verwenden die Callejos im Parajes de Callejo als Beigabe zum Tinto Fino, die Mineralität und Stabilität beisteuert, und im El Lebrero reinsortig, mit Maischestandzeit, kalkig und griffig im Mund.







