Attis Bodegas y Vinedos

Attis Bodegas y Viñedos bewirtschaftet fünf Hektar im Val do Salnés, einer Subzone der Rías Baixas im Nordwesten von Spanien. Robustiano und Baldomero Fariña führen das Gut in dritter Generation, seit sie im Jahr 2000 ihre eigene Bodega gründeten. Die Reben stehen in traditioneller Pergola-Erziehung auf sandigem Granit, nach Westen zum Atlantik gerichtet, manche seit sechzig Jahren. Den Keller am Monte Penaguda baute die Familie 2011 in den Granit; der Attis Mar reift sechs Monate unter Wasser im Galizischen Meer. Die Weine tragen Salz und kühle Frische, und hinter dem Albariño stehen Sousón, Espadeiro und Pedral.
Robustiano und Baldomero Fariña
Vor einem halben Jahrhundert baute die Familie Fariña im Val do Salnés Trauben an und lieferte sie an Genossenschaften. Im Jahr 2000 gründeten Robustiano und Baldomero Fariña ihre eigene Bodega, 2011 kam der heutige Keller dazu, in den Granitfelsen am Monte Penaguda gegraben, mit Blick auf die Rías Arousa und Pontevedra. Als Önologe arbeitet Jean-François Hébrard mit den Brüdern. Der Name des Guts geht auf Attis zurück, eine Figur der griechischen Mythologie, die mit Cibeles, der Göttin der Natur, verbunden ist; das Leitbild dahinter ist Respekt vor dem Weinberg und seinem Terroir.
Fünf Hektar Pergola über Granit
Die fünf Hektar liegen in kleinen Parzellen, alle in der klassischen Pergola-Erziehung, die die Trauben vor der Sonne beschirmt und die Laubwand durchlüftet. Die Böden sind sandiger Granit, dazu lehmige Schichten, in die die Reben tief wurzeln; ein Teil der Anlagen steht seit sechzig Jahren. Die Westausrichtung zum Atlantik bringt am Nachmittag kühle Brisen, verlangsamt die Reife und hält die Säure. Neben dem Albariño pflegen die Fariñas Sousón, Espadeiro und Pedral sowie Caiño Blanco, eine der seltensten weissen Rebsorten Galiciens, kühler und kräuteriger als die Hauptsorte des Hauses. Die Parzelle dafür liegt achtzig Meter über dem Meer auf Granit, Sand und Ton und ergibt den Sitta Pereiras Naturalmente Dulce.
Erste Pressung, Hefe, Granittank
Gelesen wird von Hand, selektiert am Sortiertisch. Für den Nana, der aus den ältesten Reben der Bodega kommt, verwenden die Fariñas allein die erste Pressung: vollständig entrappt, kalt mazeriert, spontan vergoren in Fässern französischer Eiche von 228 und 500 Litern, ein volles Jahr auf der Hefe im gleichen Holz, mit wiederholtem Aufrühren. Der Embaixador stammt aus einer Einzellage von einem halben Hektar, achthundert Stöcke je Hektar, im Schnitt sechzig Jahre alt, auf granitischem Boden mit lehmigem Charakter. Er vergärt bei zwölf bis fünfzehn Grad und reift zwei Jahre auf der Hefe, ein Jahr davon in einem Granittank, das zweite im Stahltank. Das Künstleretikett trägt den Namen Cabeza de Serpe, und die TEXSOM Awards 2025 gaben dem Wein eine von 56 Platinum-Medaillen.
Die Sitta-Linie entsteht nach georgischer Tradition mit Schalenkontakt, zu ihr gehört der Sitta Doliola aus Albariño.
Unterwasserreifung im Galizischen Meer
Der Attis Mar verbringt sechs Monate in einem Stahlkäfig im Galizischen Meer, bei konstanter Temperatur und ohne Licht, bewegt von den Gezeiten. Zurück an der Oberfläche trägt er Algenspuren und Meersalzkristalle; diese Reifung im Wasser ist zum Markenzeichen von Attis Bodegas y Viñedos geworden.






