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Rhône · Frankreich

Marcoux

Sophie und Catherine Armenier von Domaine de Marcoux

Domaine de Marcoux in Châteauneuf-du-Pape bewirtschaftet 18 Hektar auf sieben verschiedenen Terroirs der Appellation. Sophie Armenier und ihr Sohn Vincent Estevenin führen das Gut, und die Familie Armenier steht schon 1344 in den Steuerregistern des Orts als Weinbauern. Seit 1990 arbeitet Marcoux biodynamisch, als eines der ersten Güter der Region. Im Keller dauert die Maischestandzeit vier bis sechs Wochen, der Ausbau achtzehn Monate in historischen Betontanks, Stockinger-Fudern und seit kurzem Amphoren. Der Châteauneuf-du-Pape Vieilles Vignes entsteht aus Grenache-Reben, die seit 1900 dokumentiert sind; der weisse Châteauneuf-du-Pape kommt von drei kleinen Parzellen am Westhang des Dorfhügels.

Die Weine

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Die Armeniers in Châteauneuf-du-Pape

Ein Steuerregister aus dem Jahr 1344 nennt die Familie Armenier in Châteauneuf-du-Pape, bereits damals als Weinbauern. Von dort führt die Linie bis in die Gegenwart. Als Elie Armenier 1980 starb, trugen seine Frau und sein Sohn Philippe das Erbe weiter, und 1989 gab Philippe Armenier dem Gut den Namen Domaine de Marcoux und begann sich für Biodynamie zu interessieren. François Bouchet wurde sein Mentor; ab 1990 richtete sich die Arbeit im Weinberg nach dessen Prinzipien, zu einer Zeit, als die Biodynamie an der Rhône noch mit Skepsis betrachtet wurde.

Sophie und Catherine Armenier, dann Vincent Estevenin

Philippe Armenier ging nach Kalifornien, um dort als Berater für biodynamischen Weinbau zu arbeiten. Seine Schwestern Sophie und Catherine übernahmen, Sophie den Keller, Catherine die 18 Hektar Weinberge auf den sieben Terroirs; 1996 war ihr erster gemeinsamer Jahrgang. „Man kann keinen Ausdruck von Terroir erhalten, wenn die Reben nicht tiefe Wurzeln gebildet haben“, sagt Sophie Armenier. Heute arbeitet ihr Sohn Vincent Estevenin im Weinberg mit, unter anderem mit einem Saint-Chamond, einer Kettenraupe, die zwischen die engen Reihen der alten Grenache-Gobelet-Stöcke passt.

Die Lagen und die Rebsorten

Der Châteauneuf-du-Pape rouge vereint Grenache, Mourvèdre, Syrah und Cinsault und zieht seine Kraft aus den Terroirs der galets roulés. Für den Châteauneuf-du-Pape Vieilles Vignes wird allein Grenache gelesen, von präphylloxeren Stöcken, die seit 1900 dokumentiert sind.

Rund sechs Prozent der Appellation sind mit weissen Reben bestockt, bei Marcoux liegt der Anteil ähnlich hoch. Der Châteauneuf-du-Pape Blanc stammt im Wesentlichen aus drei Parzellen: Les Esqueirons mit 0,50 Hektar Roussanne, 1987 gepflanzt, Les Bosquets mit 0,35 Hektar Bourboulenc, beide am Westhang des Dorfhügels, dazu eine Clairette-Parzelle von etwa 20 Ar, die seit 2020 genutzt wird. Die Böden führen Lehm, Kolluvium und Kalkstein aus der Kreidezeit des Barremiums.

Lese, Sortierung, Ausbau

Die Trauben werden dreimal durchgesehen, bei der Handlese, beim Umfüllen auf den Hänger und am Sortiertisch im Keller. Beim Weissen kommen sie in 50-Kilo-Kisten herein, werden entrappt und gepresst, und der Most vergärt bei etwa 17 Grad in Edelstahl. Die Rotweine überlassen die Gärung den Naturhefen, die Maischestandzeit dauert vier bis sechs Wochen. Danach folgen achtzehn Monate Ausbau, früher ausschliesslich in den historischen Betontanks des Guts, inzwischen ergänzt durch Fuder von Stockinger aus Österreich und seit kurzem durch Amphoren.

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