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Rioja & Navarra · Spanien

Artadi

Juan Carlos López de Lacalle, Gründer von Bodegas Artadi

Bodegas Artadi bewirtschaftet von Laguardia aus 56 Hektar in der Rioja Alavesa und bringt daraus neun Einzellagenweine hervor. Juan Carlos López de Lacalle hat das Gut 1985 als Kooperative begonnen und führt es heute mit seinen Kindern Carlos und Patricia. Ende 2015 verliess Artadi die DOCa Rioja, deren Reglement die Erwähnung einzelner Weinberge auf dem Rücketikett verbot; seither tragen die Weine den Namen ihrer Parzelle. Gekeltert werden sie weiterhin in Laguardia, im selben Keller wie zu den Anfängen. Die Tempranillo-Reben stehen auf kalkhaltigen, tonreichen Böden am Fuss der Sierra Cantabria.

Die Weine

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Laguardia und die Rioja Alavesa

Juan Carlos López de Lacalle begann 1985 in Laguardia mit einer Kooperative und baute daraus ein Gut von 56 Hektar in der Rioja Alavesa auf. Die Sierra Cantabria schirmt die Weinberge ab, die Böden sind kalkhaltig und tonreich. Heute arbeiten seine Kinder Carlos und Patricia mit, und die Arbeit verteilt sich auf neun Einzellagen, unter anderem in den Gemeinden Laguardia und Elvillar.

Die Einzellagen in Laguardia und Elvillar

El Carretil umfasst 3,5 Hektar in südlicher Ausrichtung auf rund 500 Metern Höhe; die Tempranillo-Reben dort sind zwischen 37 und 95 Jahre alt, der Boden ist stark kalkhaltig mit hohem Anteil an Kalziumcarbonat. Valdegines, vier Hektar nach Osten auf rund 600 Metern, trägt 36 Jahre alte Reben auf lehmig-kalkhaltigem Boden. In die Lagenweine kommen neuerdings zwei bis drei Prozent weisse Viura, für mehr Frische, wie Carlos López de Lacalle es begründet. Zu den Lagenweinen gehören ausserdem San Lázaro und Quintanilla.

In Elvillar, im höher gelegenen und kühleren Teil der Rioja Alavesa, liegt La Poza de Ballesteros: 1,2 Hektar nach Westen auf rund 600 Metern, 65 Jahre alte Reben auf lehmig-sandigem, kalkhaltigem Boden. La Hoya kommt dort auf drei Hektar nach Osten, mit 60 Jahre alten Reben auf Kalk, Sandstein und etwas Lehm. Die ältesten Pflanzungen des Guts stehen in Viña El Pisón auf 480 Metern Höhe, über Kalk und Kreide, gesetzt im Jahr 1945.

Weinberg und Keller

Die Reben wachsen biologisch zertifiziert, ohne Herbizide und ohne synthetische Chemie, und einen Teil der Böden bearbeitet die Familie mit dem Pferd. Die ältesten Tempranillo-Stöcke sind über achtzig Jahre alt. Im Keller werden die Trauben entrappt und spontan vergoren, die Gärung läuft in offenen Behältern, für die Struktur sorgen französische Barriques. Beim Ausbau setzt Artadi zusehends auf gebrauchte und grössere Eichenfässer, was den Weinen mehr Klarheit gibt. Aus Viura entsteht der weisse Viñas de Gain Blanco, aus Tempranillo der Viñas de Gain Tinto.

Artazu, El Sequé und Izar-Leku

Die Suche nach alten Reben führte Juan Carlos López de Lacalle in weitere Regionen Spaniens. 1996 übernahm er in Navarra das Weingut Artazu, wo hundert Jahre alte Garnacha-Reben auf kargen Böden stehen; drei Jahre später kam El Sequé in Alicante dazu, mit Monastrell auf Kalkstein. Aus dem baskischen Guipúzcoa, dem Zentrum der Txakoli-Produktion an der Atlantikküste, stammt Izar-Leku, ein Jahrgangsschaumwein nach méthode traditionelle aus Hondarribi Zuri mit kleinen Anteilen Hondarribi Beltza, der lange auf der Hefe lag.

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