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Rioja & Navarra · Spanien

Remirez de Ganuza

Fernando Remírez de Ganuza

Remirez de Ganuza bewirtschaftet von Samaniego in der Rioja Alavesa aus 76 Hektar in 246 Parzellen, verteilt auf neun Gemeinden. Fernando Remírez de Ganuza gründete das Weingut 1989, nachdem er zwanzig Jahre lang als Weinberg-Makler in Rioja gearbeitet hatte; 1991 folgte der erste Jahrgang. 70 Prozent der Reben sind über 70 Jahre alt, einzelne Stöcke stehen seit mehr als hundert Jahren. Seit 2019 führt José Ramón Urtasun das Gut, Kellermeister ist Jesús Mendoza. Die Weine wachsen auf kalkhaltigen Böden am Fuss der Sierra Cantabria und reifen lange im Fass, die Gran Reserva 38 Monate.

Die Weine

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Vom Weinberg-Makler zum eigenen Keller

Fernando Remírez de Ganuza (1951–2024) kam aus Navarra, aus einer Familie der Fleischproduktion, und war als technischer Zeichner ausgebildet. Zwanzig Jahre lang arbeitete er als Weinberg-Makler in Rioja und lernte dabei die Parzellen der Region mit ihren Mikroklimata kennen. 1989 gründete er in Samaniego in der Rioja Alavesa sein eigenes Weingut, der erste Jahrgang folgte 1991. Im Gründungsjahr baute er den ersten mechanischen Sortiertisch Spaniens; Vorbilder dafür gab es kaum, sie „existierten nur in Büchern, nicht in der Realität“.

246 Parzellen in neun Gemeinden

Die 76 Hektar sind in 246 einzeln bearbeitete Parzellen aufgeteilt, ein Mosaik aus alten Anlagen und unterschiedlichen Kleinklimaten. Der Tempranillo wächst auf den kalkhaltigen Böden der Rioja Alavesa und bringt die Mineralität mit, die durch alle Weine des Hauses läuft. Die grösste Einzellage ist Viña Coqueta, elf Hektar unterhalb des Weinguts, 1975 gepflanzt; sie liefert das Herzstück der Gran Reserva und seit 2005 in ausgewählten Jahren einen eigenen Wein.

Schultern und Spitzen

Die Auslese setzt beim einzelnen Traubenbündel an. Remirez de Ganuza trennt die Hombros, die Schultern, von den Puntas, den Spitzen: Die Schultern bekommen mehr Sonne, reifen intensiver und gehen in die Gran Reserva und in die Fincas de Ganuza Reserva, die Spitzen in den Einstiegswein. Beim Transnocho werden die Trauben über Nacht langsam gepresst, was viel Extraktion bei wenig Oxidation ergibt.

Ausbau im Keller und Leitung seit 2019

Nach der Lese liegen die Trauben 24 Stunden kalt, bevor sie weiterverarbeitet werden; vergoren wird in neutralen Tanks aus Edelstahl und Zement. Die Gran Reserva verbindet 88 Prozent Tempranillo mit 10 Prozent Graciano und zwei Prozent Viura und Malvasia, aus Reben von im Schnitt über 60 Jahren, und reift 38 Monate in neuen französischen Barriques. Die Fincas de Ganuza Reserva stammt von jüngeren Anlagen der Ausläufer der Sierra Cantabria, 25 bis 40 Jahre alt, und bleibt 22 Monate im Fass, davon 30 Prozent neue französische Eiche, der Rest Zweitbelegung. Die Weissweine aus Viura und Malvasia bekommen zehn Monate Fassausbau und sieben Jahre Flaschenreife, woher ihre salzige Art und ihre Haltbarkeit kommen.

Seit 2019 gehört das Weingut José Ramón Urtasun, Jahrgang 1976, der es auch führt. Kellermeister Jesús Mendoza arbeitet seit 1994 im Haus und ist seit 2001 Chefönologe; 2024 und 2025 wurde er als bester Rioja-Winzer ausgezeichnet.

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