Cà la Bionda

Cà la Bionda bewirtschaftet 29 Hektar terrassierter Hanglagen im Marano-Tal im Valpolicella Classico. Alessandro und Nicola Castellani führen das 1902 gegründete Gut in vierter Generation, Nicola die Weinberge, Alessandro den Keller. Seit 2012 arbeiten sie biologisch; Corvina, Corvinone, Rondinella und Molinara stehen auf Ton-Kalkstein, der den Weinen Frische gibt. Die Amarone-Produktion haben die Brüder zurückgenommen und widmen ganze Parzellen dem Valpolicella Classico. Im Keller vergären die Weine spontan mit den eigenen Hefen und reifen in grossen Eichenfässern. Als Mitgründer der FIVI stehen die Castellanis für unabhängiges Winzerhandwerk.
Marano und Fumane, vierte Generation
Cà la Bionda liegt im Marano-Tal, mitten im Valpolicella Classico, und gehört seit der Gründung 1902 der Familie Castellani. Alessandro und Nicola Castellani führen es in vierter Generation, aufgeteilt nach Arbeitsgebieten: Nicola verantwortet die 29 Hektar terrassierter Hanglagen, Alessandro den Keller und die Weine. Die Trauben für den Amarone della Valpolicella Classico stammen aus den historischen Zonen Marano und Fumane und wachsen auf Kalkstein.
Die Einzellage Ravazzol
Die Weinberge liegen in wechselnder Höhe zwischen 150 und 300 Metern und sind nach Osten und Südosten ausgerichtet, was die Trauben langsam reifen lässt. Der Boden besteht überwiegend aus Ton-Kalkstein, reich an Kalzium und mit einem erheblichen Anteil Gestein. Im Zentrum der Weinberge liegt die Einzellage Ravazzol mit 50 bis 70 Jahre alten Reben, aus der der Ravazzol Amarone della Valpolicella Classico kommt, den der Gambero Rosso mit Tre Bicchieri ausgezeichnet hat. In den besten Jahren, wenn der Sommer ohne Extreme bleibt und der Herbst trocken ausfällt, werden in Ravazzol Corvinone-Reben für eine eigene Abfüllung ausgewählt. Dieser Corvinone IGT vergärt in direktem Kontakt mit den Rappen.
Biologischer Anbau und Ausbau im grossen Holz
Seit 2012 wirtschaftet Cà la Bionda biologisch. Zwischen den Rebzeilen grasen Brogna-Schafe, eine bedrohte Rasse aus dem Veneto; sie halten das Gras kurz und düngen die Böden. Der Amarone della Valpolicella Classico reift mindestens 36 Monate im grossen Holz und zeigt getrocknete Kirsche, dunkle Schokolade und Gewürznoten. Der Recioto „Le Tordare“ aus Corvina, Corvinone und Rondinella trocknet bis Ende Februar in kleinen Holzkisten, bis 120 bis 140 Gramm Restzucker erreicht sind; nach der Gärung im Stahltank folgen zwanzig Tage Schalenkontakt und 24 Monate im Barrique.
Der Vorrang des Valpolicella Classico
Die Amarone-Produktion haben Alessandro und Nicola Castellani bewusst zurückgenommen und widmen ganze Weinbergsparzellen dem Valpolicella Classico. Beim Casal Vegri gehen die besten Früchte des Weinbergs in diesen Valpolicella, und nach der Gärung reift er zehn Jahre in grossen Eichenfässern. Daneben stehen ein Corvina IGT und der weisse Bianco del Casal aus Trebbiano und Garganega im Sortiment.








