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Rhône · Frankreich

Chêne Bleu

Nicole Rolet, Besitzerin von Chêne Bleu

Chêne Bleu bewirtschaftet am Mont Ventoux in der Rhône Weinberge auf 550 bis 630 Metern rund um die Domaine de la Verrière, ein mittelalterliches Priorat. Xavier und Nicole Rolet kauften das verlassene Anwesen 1993 und restaurierten es in zehn Jahren; biodynamisch arbeiten sie von Beginn an. Jean-Louis Gallucci vinifiziert Grenache, Syrah, Roussanne und Viognier parzellenweise in einem Keller, der zwölf Meter tief in den Fels gehauen ist. Warme Tage und kühle Nächte verlängern die Reife, und die Weine behalten dabei Zug und Säure. Die roten Flaggschiffe tragen die Namen des Liebespaars Abélard und Héloïse.

Die Weine

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Die Domaine de la Verrière am Mont Ventoux

Das mittelalterliche Priorat, in dem Chêne Bleu heute arbeitet, lag fünfundvierzig Jahre ohne Wasser und Strom in einem Erbstreit, als Xavier und Nicole Rolet es 1993 kauften. Zehn Jahre dauerte die Restaurierung. Zur Geschichte des Grundstücks gehört Aliot de Montvin, ein Adliger, der hier 1427 eine Glasbläserei errichtete; nach ihm ist das weisse Flaggschiff Aliot benannt, eine Cuvée aus rund zwei Dritteln Roussanne mit Grenache Blanc und Marsanne.

Xavier und Nicole Rolet

Xavier Rolet, später CEO der London Stock Exchange, hält auf dem Gut Bienen; sie gehören zur biodynamischen Arbeit im Weinberg. Nicole Rolet war Politikberaterin, absolvierte ihre Weinausbildung an der UC Davis und wurde zum Chevalier de Tastevin ernannt; ihre Arbeitsweise nennt sie „Haute Couture des Weinbaus“. Die Weine macht Jean-Louis Gallucci, der Erfahrung aus der Loire und aus Italien mitbringt. Zelma Long begleitet die Vinifikation, Claude und Lydia Bourguignon die Arbeit an den Böden.

Höhenlagen zwischen 530 und 630 Metern

Die Parzellen liegen hoch genug, dass die Nächte kühl bleiben, während tagsüber mediterrane Wärme herrscht, und die Reifezeit sich entsprechend streckt. Der Viognier wächst auf 550 Metern in nördlicher Ausrichtung, auf sehr steinigem Lehm mit Kalkstein, die Reben sind zwanzig Jahre alt; nach sanfter Pressung vergärt er spontan und reift acht Monate in Demi-Muids. Die Roussanne, Grenache Blanc und Marsanne des Aliot stehen gleich hoch und gleich ausgerichtet und werden ebenso ausgebaut. Für Le Rosé kommen rund zwei Drittel Grenache Noir von sechzigjährigen Reben auf 530 Metern und ein Drittel Mourvèdre von zwölfjährigen Stöcken direkt in die Presse, wieder auf Lehm und Kalkstein gewachsen; der Wein vergärt spontan und reift in gebrauchten Fässern.

Der Keller im Fels

Zwölf Meter tief in den Fels gehauen, verteilt sich der Keller über vier Ebenen, und die Trauben bewegen sich darin mit der Schwerkraft. Vor der Gärung läuft eine zweifache Selektion, jede Parzelle wird für sich vinifiziert. So entstehen die roten Flaggschiffe Abélard und Héloïse aus Grenache und Syrah sowie der Astralabe rouge aus denselben Sorten. Michel Bettane nannte die ersten Jahrgänge dieser Weine „Geburt eines neuen Grand Cru“.

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