de l'Enclos

Domaine de l'Enclos in Chablis bewirtschaftet 29 Hektar Weinberge, darunter die Grands Crus Les Clos, Vaudésir und Blanchot. Romain und Damien Bouchard, die vierte Generation einer Chablis-Winzerfamilie, verkauften 2015 das väterliche Weinhandelshaus Pascal Bouchard, behielten die Reben und gründeten 2016 ihr eigenes Gut. Sie arbeiten biologisch, seit 2017 nach biodynamischen Prinzipien, lesen von Hand und lassen die Weine mit wilden Hefen vergären. Die Reben stehen im Schnitt seit dreissig Jahren im Kimmeridge-Kalk, einige seit über fünfzig. Die Weine reifen in Edelstahl und gebrauchten Holzfässern, bis zu achtzehn Monate auf der Feinhefe.
Romain und Damien Bouchard, vierte Generation
Die Brüder stammen aus einer Winzerfamilie in Chablis und standen 2015 vor der Frage, was mit dem väterlichen Weinhandelshaus Pascal Bouchard geschehen sollte. Sie verkauften es, behielten die Weinberge und gründeten daraus 2016 die Domaine de l'Enclos. Mit dem Neuanfang stellten sie den Weinbau auf biologische Arbeit um, seit 2017 fliessen biodynamische Prinzipien ein. Die Böden bekommen organischen Kompost, gelesen wird jede Traube von Hand.
Ein Anwesen aus dem 19. Jahrhundert
Der Sitz des Guts liegt im Zentrum von Chablis: ein Anwesen aus dem 19. Jahrhundert, in dem einst die Mönche von Pontigny lebten. Darunter liessen die Bouchards einen Gravitationskeller von 450 Quadratmetern anlegen, in dem Trauben und Weine ohne Pumpen bewegt werden.
Les Clos, Vaudésir und Blanchot
Den Grand Cru Les Clos pflanzte der Grossvater 1964. Im Grand Cru Vaudésir besitzen die Bouchards 0,57 Hektar, die ihr Vater 1992 genau an der Stelle des tief eingeschnittenen Tals pflanzte. Im Grand Cru Blanchot gehören ihnen 0,23 Hektar in einem niedrigen und steil abfallenden Teil der Lage, gesetzt 1982. Beide Parzellen werden von Hand gelesen, als ganze Trauben langsam gepresst, spontan vergoren und in gebrauchtem Holz ausgebaut.
Dazu kommen die Premiers Crus Fourchaume, Montmains, Beauroy, Mont de Milieu und Vau de Vey. Vau de Vey liegt in einem Seitental an der Strasse von Chablis über Poinchy nach Beines, ostexponiert auf der linken Seite des Serein. Der Weinberg zieht sich lang und steil über 40,57 Hektar; sein Boden ist Argilo-Calcaire, kalkhaltiger Ton mit Lehm. Die Bouchards bewirtschaften hier 2,77 Hektar aus dem Jahr 1979, und der Wein reift dreizehn Monate zur Hälfte in Edelstahl, zur Hälfte in gebrauchten Tonneaux auf der Feinhefe.
Spontangärung und wenig Schwefel
Im Keller vergären die Weine mit wilden Hefen, Romain und Damien Bouchard greifen dabei kaum ein. Geschönt werden sie nicht, am Ende stehen eine grobe Filtration und eine geringe Schwefelgabe. Der Chablis „à l'ouest“ trägt sans sulfite ajouté im Namen und kommt von drei Hektar Reben aus dem Jahr 1984, süd- und südöstlich ausgerichtet auf Kimmeridge-Boden; er vergärt spontan, liegt sechzehn Monate im Stahltank auf der Hefe und bekommt bei der Füllung 10 Milligramm Schwefel je Liter. Die Revue du Vin de France nennt die Weine einen sicheren Wert.












