Christmann & Kauffmann

Christmann & Kauffmann ist das erste rein biodynamische Sektgut Deutschlands, 2019 in der Pfalz gegründet von Steffen Christmann, seiner Tochter Sophie Christmann und Mathieu Kauffmann. Die zwölf Hektar liegen an der Mittelhaardt, auf Kalk und Buntsandstein, in Gimmeldingen, Mussbach, Ruppertsberg und Königsbach. Biodynamisch gearbeitet wird seit 2003, zertifiziert über respekt-BIODYN und EU-Bio. Die Grundweine vergären spontan im grossen Holzfass, der Rohsekt reift lange auf der Hefe, degorgiert wird ohne Dosage. Schwefel und Schönung bleiben aus. In den Sekten steht dadurch eine schmale, salzige Linie vorn, hinter der Apfel, Brotkruste und Zitrusschale liegen.
Zwölf Hektar an der Mittelhaardt
Die Rebflächen von Christmann & Kauffmann verteilen sich auf Gimmeldingen, Mussbach, Ruppertsberg und Königsbach an der Mittelhaardt in der Pfalz, auf Kalk und Buntsandstein. Steffen Christmann übernahm die zwölf Hektar 2019 aus einem Nachbarbetrieb, mehr Fläche, als das Weingut der Familie benötigte. Kühle Luft, die nachts aus dem Pfälzerwald herabströmt, hält die Säure in den Trauben; Mathieu Kauffmann formuliert daraus den Anspruch des Sektguts: „Wir wollen einen Schaumwein machen, der nirgends anders gewachsen sein kann als in der Pfalz.“ Gelesen wird von Hand in Kisten zu acht Kilo, zwischen Traube und Presse liegen höchstens dreizehn Minuten.
Steffen Christmann, Sophie Christmann, Mathieu Kauffmann
Den Anfang machte eine E-Mail: Mathieu Kauffmann schrieb 2019 an Steffen Christmann, kurz nachdem er seine Stelle als Kellermeister aufgegeben hatte. Der Elsässer hat dreizehn Jahre als Chef de Cave in der Champagne gearbeitet. Steffen Christmann führt das Familienweingut in siebter Generation, ist Präsident des VDP und zählt zu den führenden Mitgliedern von respekt-BIODYN. Seine Tochter Sophie Christmann, Partnerin im Familienweingut mit seinem Schwerpunkt Riesling, ist Co-Winzerin des Sektguts.
Spontangärung und Hefelager
Im Weinberg richtet sich die Arbeit nach den Richtlinien von respekt-BIODYN, dazu kommt die EU-Bio-Zertifizierung; im Mittelpunkt stehen lebendige Böden. Die Grundweine vergären spontan in grossen Holzfässern, der Rohsekt bleibt mindestens 31 Monate auf der Hefe, und degorgiert wird ohne Dosage. Die Sekte bleiben ohne Schwefel und ohne Schönung.
Nummern und Lagen
Die Cuvées tragen Nummern. Alle 100er sind reinsortige Rieslinge, alle 200er Cuvées aus Burgundersorten, und die letzte Ziffer zählt die Degorgements. In der Cuvée No. 205 stehen 40 Prozent Pinot Noir neben je 30 Prozent Chardonnay und Weissburgunder, gewachsen in Gimmeldingen, Mussbach und Ruppertsberg auf Kalk und Buntsandstein; alte Reben aus den 1980er-Jahren und Pflanzungen von 2018 liefern die Trauben, das Hefelager dauerte dreissig Monate.
Dazu kommen Sekte aus einzelnen Lagen. Der Gimmeldinger Meerspinne, historisch Mersbin, wächst am östlichen Ausläufer des Gimmeldinger Tals auf Buntsandsteinschotter und Löss über Kalk; die Chardonnay-Reben stehen dort seit 1995 nach Osten exponiert, und der Rohsekt lag 54 Monate auf der Hefe. Der Gimmeldinger Kapellenberg Rosé stammt von Pinot-Noir-Reben aus dem Jahr 1990 auf Lösslehm und Kalk und lag 43 Monate auf der Hefe. Für die Sekte vom Gimmeldinger Biengarten und vom Königsbacher Heidböhl sind fünf bis acht Jahre Hefelager vorgesehen.






