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Pfalz · Deutschland

Ökonomierat Rebholz

Winzer Hansjörg Rebholz - Ökonomierat Rebholz

Ökonomierat Rebholz bewirtschaftet in Siebeldingen 26 Hektar am Rand des Pfälzer Waldes, auf vier Gesteinsformationen von Rotliegendem über Buntsandstein und Schiefer bis zum Muschelkalk. Hansjörg und Birgit Rebholz führen das Weingut in vierter Generation, gemeinsam mit ihren Zwillingssöhnen Hans und Valentin, und bewirtschaften die Weinberge biodynamisch. Ihre Weine gären durch und bleiben knochentrocken. Aus dem Kastanienbusch, der Monopollage Im Sonnenschein und den Lagen Ganz Horn und Schäwer kommen Grosse Gewächse von Riesling, Weissem Burgunder und Spätburgunder. Im Keller arbeitet das Weingut mit spontaner Gärung, Edelstahl und kleinem Holzfass.

Die Weine

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Siebeldingen am Haardtrand

Die Weinberge von Ökonomierat Rebholz liegen am Haardtrand, im Übergang von der Rheinebene zum Pfälzer Wald, und verteilen sich auf 26 Hektar über vier Gesteinsformationen. Rotliegendes gibt dem Riesling mineralische Spannung, Muschelkalk eine feine Säurestruktur, dazu kommen Buntsandstein und Schiefer. Die meisten Lagen am Haardtrand sind nach Osten ausgerichtet. Im Sonnenschein, die Siebeldinger Lage im Queichtal, ist südlich exponiert, liegt auf 160 bis 250 Metern und hat eine Hangneigung von fünf bis zwanzig Prozent. Der Riesling steht dort auf Muschelkalk aus dem Trias.

Die Familie Rebholz

1889 begann Urgrossvater Eduard in Siebeldingen mit einer Philosophie, die er Naturwein nannte. Hansjörg und Birgit Rebholz führen das Weingut heute, ihre Zwillingssöhne Hans und Valentin arbeiten mit, und die Weine gären nach wie vor durch und bleiben knochentrocken. Hansjörg Rebholz leitete 25 Jahre lang den VDP Pfalz. Die Weinberge bewirtschaftet die Familie biodynamisch.

Kastanienbusch und Mandelberg

Westlich von Birkweiler liegt der Kastanienbusch am Rand eines Talkessels, geschützt vor den kühlen Winden aus dem Pfälzer Wald. Eisenhaltiges Oberrotliegendes prägt die Lage, der Weinberg besteht aus lockeren Granit-, Schiefer- und Melaphyrablagerungen und neigt sich mit 30 bis 35 Prozent. Auf 320 Metern ist er die höchste GG-Lage der Pfalz. Die Parzellen von Rebholz gehören zur Urparzelle der Lage. Der Kastanienbusch Riesling GG erhielt 100 Punkte von Gault&Millau.

Der Mandelberg liegt südwestlich von Birkweiler, 500 Meter vom Kastanienbusch entfernt, auf rund 250 Metern und südöstlich ausgerichtet. Die Erhebung vom Hohenberg zum Rauhberg ist eine Verwerfung des Rheingrabens mit Rotliegendem aus dem Perm sowie Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper aus dem Trias. Der Weisse Burgunder steht dort im Muschelkalk, der mit Lehm durchsetzt und tiefgründiger ist als in der Lage Im Sonnenschein.

Arbeit im Keller

Der Riesling wird entrappt und steht rund 24 Stunden auf der Maische; nach Vorklärung und natürlicher Sedimentation vergärt er im Edelstahl und bleibt sechs Monate auf der Feinhefe. Der Weisse Burgunder „Mandelberg“ GG wird langsam gepresst, vergärt spontan und reift ebenfalls im Edelstahl. Die Burgunder der R-Linie kommen ins kleine Holzfass, darunter der R' Chardonnay.

Für den Spätburgunder aus Im Sonnenschein entrappt das Weingut rund 70 Prozent der Trauben, lässt sie mehrere Tage kühl vorvergären und dann spontan vergären, bei etwas über 30 Grad und mit vorsichtiger Extraktion von Farbe und Gerbstoff. Nach drei Wochen Maischekontakt folgt im Frühjahr der biologische Säureabbau. Der Wein reift in je einem Drittel neuer, ein- und zweijähriger Barriques und wird nach 16 bis 18 Monaten ohne Schönung und Filtration gefüllt.

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