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Pfalz · Deutschland

Christmann

Sophie und Steffen Christmann - Weingut A. Christmann Pfalz

Weingut A. Christmann in Gimmeldingen bewirtschaftet 17 Hektar an der Mittelhaardt in der Pfalz, alle als VDP.Erste oder VDP.Grosse Lage klassifiziert. Das Haus besteht seit 1798; Steffen Christmann führt es seit 1996 in siebter Generation, seit 2018 gemeinsam mit seiner Tochter Sophie Christmann. Gearbeitet wird biodynamisch seit 2003, zertifiziert nach respekt-BIODYN und EU-Bio. Siebzig Prozent der Fläche stehen im Riesling, der Rest in Spätburgunder und etwas Weissburgunder. Vom IDIG in Königsbach, dessen klassifizierte Fläche fast vollständig den Christmanns gehört, kommen Riesling und Spätburgunder, in denen der Kalkuntergrund eine salzige Spur hinterlässt.

Die Weine

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Gimmeldingen und die Lagen an der Mittelhaardt

Das Weingut A. Christmann liegt in Gimmeldingen an der pfälzischen Mittelhaardt und besteht dort seit 1798. Die Weinberge verteilen sich über mehrere Gemeinden, mit Meerspinne, Biengarten und Schlössel in Gimmeldingen, IDIG und Ölberg in Königsbach, dem Reiterpfad in Ruppertsberg, dem Vogelsang in Neustadt und der Eselshaut in Mussbach. Die Böden wechseln zwischen Buntsandstein, Kalkstein und Terrassenkies. Nach einer Verkleinerung der Fläche 2021 bewirtschaften die Christmanns 17 Hektar, alle als VDP.Erste oder VDP.Grosse Lage klassifiziert; rund siebzig Prozent stehen im Riesling, der Rest in Spätburgunder und etwas Weissburgunder.

Steffen und Sophie Christmann

Steffen Christmann studierte Jura und arbeitete als Rechtsanwalt für Agrar- und Weinrecht, während er parallel die Winzerausbildung absolvierte. 1996 übernahm er das Familienweingut in siebter Generation, seit 2007 ist er Präsident des VDP. Sophie Christmann, Absolventin der Hochschule Geisenheim mit Stationen in Bordeaux und Australien, stieg 2018 ein und führt das Weingut seither gemeinsam mit ihrem Vater. Grossvater Fritz steht mit über neunzig Jahren noch im Weinberg, sodass drei Generationen im Betrieb arbeiten.

Der IDIG in Königsbach

Der IDIG fällt steil nach Südsüdost ab, ein sanfter Wind aus dem Klausental hält kalte Luft von ihm fern. Sein Boden besteht aus Terra fusca über einem mächtigen Kalkfelsmassiv. Über vierhundert Jahre lang gehörte der Weinberg den Pfalzgrafen, deren Weine bei Hofe serviert wurden, und aus diesem Besitz stammt seine monopolartige Grösse von vier Hektar. Die Christmanns erwarben die vernachlässigten Parzellen in den 1990er Jahren und setzten sie wieder instand; heute halten sie 95 Prozent der klassifizierten Fläche. Steffen Christmann führt die salzige Mineralität dieser Weine auf den Untergrund zurück: „Der Boden spiegelt sich in dem salzigen Ton wider, der den Weinen Eleganz und seidenartige Textur verleiht.“

Der IDIG Königsbach Spätburgunder wächst in zwei Parzellen im oberen Teil des Weinbergs, teils auf alten Rebstöcken, teils auf Klonen aus Frankreich. Die Erträge liegen bei 25 bis 30 Hektolitern je Hektar, gelesen wird von Hand. Neben dem IDIG gehören Meerspinne, Ölberg-Hart und Vogelsang zu den VDP.Grossen Lagen des Hauses. Die Meerspinne wurde als eigenes Gewann aus dem Gimmeldinger Mandelgarten herausgelöst und trägt einen Kalk- und Buntsandstein-Mergel-Oberboden auf massivem Kalk; Hart ist das Kernstück des Königsbacher Ölbergs rund um die Wegkapelle und seit 2013 klassifiziert.

Biodynamie und Ausbau

Seit 2002 arbeitet das Weingut biologisch, seit 2003 biodynamisch, zertifiziert nach respekt-BIODYN und EU-Bio. Hornmist, Hornkiesel und Kompostpräparate kommen im Weinberg zum Einsatz, die Arbeiten richten sich nach dem Mondkalender. „Die Wurzeln reichen tiefer und die Weinberge haben ihr Gleichgewicht erreicht“, sagt Steffen Christmann, der zu den führenden Mitgliedern von respekt-BIODYN zählt; das Weingut gehört ausserdem der Vereinigung La Renaissance des Appellations an.

Die Weine vergären spontan. Für die Meerspinne werden Ganztrauben eingemaischt, stehen drei bis sechs Stunden auf der Maische und werden langsam gepresst; der Wein reift auf Hefe und Feinhefe in Edelstahl und grossem Holzfass. Der Ölberg-Hart vergärt recht warm und reift im grossen Doppelstückfass. Gemeinsam mit Mathieu Kauffmann betreibt die Familie das Sektgut Christmann & Kauffmann, das erste biodynamische Premium-Sekthaus Deutschlands.

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