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Montagne de Reims · Frankreich

Lacourte-Godbillon

Géraldine Lacourte und Richard Desvignes mit Team

Champagne Lacourte-Godbillon bewirtschaftet 8,5 Hektar Premier Cru in Écueil und Les Mesneux in der Petite Montagne de Reims. Géraldine Lacourte und Richard Desvignes führen das Gut in neunter Generation und sind die dritte Familiengeneration mit eigenem Etikett; die Grosseltern füllten 1947 den ersten Champagner unter eigenem Namen. 85 Prozent der Fläche stehen in Pinot Noir, der Rest in Chardonnay, in den besten Lagen sind die Reben 40 bis 70 Jahre alt. Beide arbeiten biodynamisch und lesen von Hand. Die Champagner sind klar und straff gebaut. Zitrusfrucht und eine salzige Spur prägen den Abgang.

Die Weine

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Die Übernahme 2008

Géraldine Lacourte arbeitete im Marketing, Richard Desvignes im internationalen Industrievertrieb. 2006 stellte sich in der Familie die Frage, wer das Weingut weiterführt; die beiden gaben ihre Stellen auf und zogen nach Écueil. 2007 holten sie das Önologie-Diplom nach, 2008 übernahmen sie die Reben. Den Doppelnamen trägt das Haus seit 1968, als die Eltern von Géraldine Lacourte ihn zusammenfügten; deren Eltern wiederum hatten 1947 den ersten Champagner unter eigenem Namen gefüllt.

Kalkhänge und der Wald von Écueil

Écueil liegt in der Petite Montagne de Reims, dem kleineren Teil der Montagne de Reims, zwischen Kalksteinhängen und einem Wald. Die Böden sind Kalkstein, die Lagen weisen überwiegend nach Süden, und der Wald schirmt das Mikroklima des Dorfes ab. Seine Eichen wachsen wenige hundert Meter von den Reben; aus ihnen entstehen die Fässer, in denen ein Teil der Grundweine reift. Die besten Parzellen heissen Chaillots, Monts Âme und Migerats, dort sind die Reben zwischen 40 und 70 Jahre alt. Eine Rebfläche mit 85 Prozent Pinot Noir ist in der Champagne ungewöhnlich.

Biodynamie und Spontangärung

Die Umstellung auf biologischen Anbau begann unmittelbar nach der Übernahme. Géraldine Lacourte und Richard Desvignes arbeiten ohne Pestizide und Herbizide, sie behandeln die Reben mit Präparaten aus Brennnessel, Schachtelhalm und Baldrian und lesen von Hand. Die Grundweine vergären im Edelstahl, spontan mit den Hefen der Weinberge; ein Teil reift anschliessend in den Eichenfässern aus Écueil, und der biologische Säureabbau wird nicht erzwungen.

Die Cuvées

Der Terroirs d'Écueil Premier Cru Extra Brut setzt sich aus vierzehn Grundweinen dreier Jahrgänge zusammen, 85 Prozent Pinot Noir und 15 Prozent Chardonnay, ein Viertel davon Reserveweine, mit sehr knapper Dosage. Der Rosé Premier Cru kommt ebenfalls aus Pinot Noir, gut ein Drittel der Grundweine reift neun Monate in Barriques. Beim Millesime Premier Cru Extra Brut steht Chardonnay mit 40 Prozent neben 60 Prozent Pinot Noir, der Grundwein reift zu 60 Prozent in Fudern.

Die Chaillots Hautes Vignes stammt aus den höchsten Parzellen von Chaillots, reift im Holz aus dem Wald von Écueil und liegt mindestens 60 Monate auf der Hefe. Der M.A.M. trägt die Parzellen Monts Âme und Migerats im Namen, ein Blanc de Noirs aus 55 Jahre alten sélections massales, hier Kreide, dort lockerer Ton. Der Grundwein vergärt spontan und reift in 300-Liter-Fässern. Der Champagner bleibt ungeschönt und ungefiltert und erhält keine Dosage.

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