Lebendige Weine Schweiz & Liechtenstein

Côte des Blancs · Frankreich

Pertois-Lebrun

Pertois-Lebrun Weingut

Pertois-Lebrun in Cramant bewirtschaftet 44 Parzellen in den Grand-Cru-Orten Cramant, Le Mesnil-sur-Oger, Chouilly, Oger und Oiry, bestockt allein mit Chardonnay. Clément und Antoine führen das Haus in fünfter Generation: Clément verantwortet die Weinberge, Antoine kam aus der Unternehmensberatung und führt den Betrieb kaufmännisch. Jede Parzelle wird einzeln vinifiziert, der Ausbau geschieht je nach Cuvée in Edelstahl, in Holz oder in Sandstein-Amphoren. Pertois-Lebrun erzeugt ausschliesslich Blanc de Blancs Grand Cru, mineralisch und mit viel Druck. Die Dosage bleibt niedrig, Extra Brut ist die Regel, einige Cuvées kommen als Brut Nature auf den Markt.

Die Weine

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Die Gründung in Cramant

Paul Pertois und Françoise Lebrun legten 1955 mit ihrer Heirat die Weinberge ihrer beiden Familien zusammen; so entstand Pertois-Lebrun in Cramant, mitten in der Côte des Blancs. Ihre Tochter Odile übernahm die Leitung des Weinguts. In fünfter Generation folgten ihr die Neffen Clément und Antoine, die in der Provence aufgewachsen sind. Clément ist der Naturliebhaber der beiden und stellt die 44 Parzellen auf biologischen Landbau um; Antoine hat seine Karriere als Unternehmensberater aufgegeben und verantwortet die Zahlen des Betriebs.

44 Parzellen in fünf Grand-Cru-Orten

Die Parzellen liegen in Cramant, Le Mesnil-sur-Oger, Chouilly, Oger und Oiry und sind ausschliesslich mit Chardonnay bestockt. In Chouilly reicht die Kreide tief, und aus diesem Ort kommen Le Fond du Bateau und Derrière le Mont Aigu, letzterer aus der Lage hinter dem Mont Aigu. Le Chetillons stammt aus Chétillon und Chétillon de Haut in Le Mesnil-sur-Oger, wo die Rebstöcke über vierzig Jahre alt sind. Die Erträge bleiben niedrig, gelesen und selektiert wird von Hand, und jede Parzelle geht für sich in den Keller.

Edelstahl, Holz und Sandstein-Amphoren

Je nach Cuvée reifen die Grundweine in Edelstahltanks, in alten Holzfässern oder in Amphoren aus Sandstein. Das Holz bleibt im Hintergrund und erlaubt eine sanfte oxidative Reifung. Über die malolaktische Gärung entscheiden Clément und Antoine nach Jahrgang und Parzelle, für Geschmeidigkeit oder für zusätzliche Frische. Beim Le Chetillons teilt sich der Grundwein etwa zur Hälfte auf Stahltank und Holzfass, zehn Monate, ohne Schönung und ohne Filtration; auf der Hefe liegt er danach mindestens sieben Jahre. Dieses lange Hefelager legt eine cremige Textur über die straffe Säure.

L'extravertie+Réserve reift in Holzfässern auf der Feinhefe, ebenfalls ohne Schönung und Filtration, und versammelt Lesegut aus sieben Crus: Chouilly, Le Mesnil-sur-Oger, Oiry, Cramant, Oger, Cuis und Villeneuve, ergänzt um Reserveweine.

Dosage und Handarbeit

Extra Brut ist bei Pertois-Lebrun der Normalfall, und Derrière le Mont Aigu N°18 Sans Sulfites Ajouté wird als Brut Nature ohne Zuckerzusatz und ohne zugesetzte Sulfite gefüllt. Die Cuvéenamen benennen Haltungen: L'ambitieuse, die Ehrgeizige, L'Egoiste, der Egoist. Clément und Antoine bauen die Trauben selbst an, keltern sie selbst und vermarkten die Weine unter eigenem Namen; gerüttelt wird von Hand. Die Produktionsmenge bleibt überschaubar.

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