Larmandier-Bernier

Larmandier-Bernier bewirtschaftet rund 15 Hektar an der Côte des Blancs, verteilt auf siebzehn Parzellen in Vertus, Cramant, Chouilly, Oger und Avize. Pierre und Sophie Larmandier führen das Haus seit 1988 und arbeiten biodynamisch, in den Weinbergen seit 1992 ohne Herbizide. Chardonnay belegt 85 Prozent der Fläche, Pinot Noir die übrigen 15. Die Böden sind Kreide, und in den Champagnern zeigt sie sich als kreidiger Zug hinter gelber Zitrusfrucht und Kräuterwürze. Die Dosage bleibt bei höchstens vier Gramm Zucker je Liter, oft bei null. Seit 2017 arbeitet Arthur Larmandier mit, seit 2021 auch Georges Larmandier.
Pierre und Sophie Larmandier in Vertus
1982 starb der Vater von Pierre Larmandier mit 44 Jahren, der Sohn war achtzehn. Elisabeth Larmandier führte das Gut weiter, während Pierre Larmandier Wirtschaft studierte; 1988 stieg er gemeinsam mit Sophie Larmandier ein. Von da an änderte sich die Arbeit in den Weinbergen Schritt für Schritt: 1992 fielen die Herbizide weg, später stellte das Haus vollständig auf Biodynamie um und gehört damit zu den frühesten biodynamisch arbeitenden Betrieben der Champagne. Den Anbauverband verliess die Familie wieder, er war ihr zu statisch.
Siebzehn Parzellen auf Kreide
Die Reben stehen in siebzehn Parzellen entlang der Côte des Blancs, in Vertus als Premier Cru und in Cramant, Chouilly, Oger und Avize als Grand Cru. Einzelne Stöcke sind bis zu neunzig Jahre alt. Der Longitude trägt den vierten Längengrad im Namen und stammt aus Lagen in Vertus, Oger, Avize und Cramant, wo die Kreide unter geringer organischer Auflage nah an der Oberfläche liegt; 40 Prozent Reservewein aus dem Holzfass der fortlaufenden Reserve geben ihm Tiefe, die Dosage liegt meist bei vier Gramm. Der Latitude kommt aus den südlichen Lagen von Vertus, deren Wärme ihm Fülle gibt.
Gärung in Tonneaux und Stockinger-Fudern
Sophie Larmandier verantwortet den Keller. Die Moste vergären spontan mit den eigenen Hefen, ausgebaut wird in Tonneaux und in grossen Fudern der österreichischen Küferei Stockinger, und ein leichtes Aufrühren der Hefe rundet das Mundgefühl. Die Weine bleiben ungeschönt und ungefiltert. Beim Terre de Vertus Premier Cru entfällt die Dosage ganz. Aus dem Pinot Noir entsteht der Rosé de Saignée Premier Cru, der hinter der fruchtigen Nase eine herbe Würze und ein langes Finale zeigt. Die Spitze der Palette bilden der Vieille Vigne du Levant aus alten Grand-Cru-Reben und Les Chemins d'Avize.
Arthur und Georges Larmandier
Arthur Larmandier arbeitet seit 2017 im Betrieb, sein Bruder Georges seit 2021, und die Übergabe an die nächste Generation hat damit begonnen. An der Linie ändert das wenig: Die entscheidende Arbeit liegt für Pierre Larmandier im Weinberg, im Keller bleiben die Eingriffe gering.













