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Côte des Blancs · Frankreich

Vazart-Coquart & Fils

Jean-Pierre und Caroline Vazart - Champagne Vazart-Coquart

Vazart-Coquart & Fils bewirtschaftet in Chouilly, dem nördlichsten Grand Cru der Côte des Blancs, elf Hektar Chardonnay auf Belemnit-Kreide. Jean-Pierre und Caroline Vazart führen das Haus in dritter Generation, vom roten Backsteinhaus aus, das Louis-Victor Coquart 1865 errichtete. Die Reben verteilen sich auf dreissig Parzellen und sind im Schnitt 44 Jahre alt. 2020 stellte Jean-Pierre Vazart auf ökologischen Weinbau um und gab dafür die Réserve perpétuelle auf, die seinen Brut Réserve seit 1982 getragen hatte. Im Keller vergärt er in Edelstahl und dosiert niedrig; seine Blanc de Blancs duften nach nassem Kreidestein und behalten eine salzige Frische.

Die Weine

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Chouilly, nördlichster Grand Cru der Côte des Blancs

Chouilly liegt am Nordende der Côte des Blancs und ist als Grand Cru klassifiziert. Vazart-Coquart & Fils bewirtschaftet dort elf Hektar, verteilt auf dreissig Parzellen über die Hügel der Gemeinde, darunter Lagen wie Montaigu. Die Chardonnay-Reben sind im Schnitt 44 Jahre alt und wurzeln in Belemnit-Kreide. Chouilly besteht aus vielen Mikro-Terroirs, die Kraft und Frucht verbinden, und die Zahl der Parzellen gibt Jean-Pierre Vazart jedes Jahr viele Bausteine für seine Assemblagen.

Jean-Pierre und Caroline Vazart

Louis-Victor Coquart errichtete 1865 das rote Backsteinhaus, das bis heute Stammsitz ist; Jean-Pierre und Caroline Vazart führen Vazart-Coquart & Fils in dritter Generation.

2020 stellte Jean-Pierre Vazart den Betrieb auf ökologischen Weinbau um, und in jenem Jahr fiel die erste zertifizierte Bio-Lese. Die Umstellung kostete ihn die Réserve perpétuelle, die die Familie seit 1982 pflegte: eine Solera, die dem Brut Réserve Tiefe gab und sich unter den Bio-Richtlinien mit konventionell erzeugten Reserveweinen nicht weiterführen liess. „Wir sind die ersten Bewunderer unserer Champagner – sie müssen exzellent sein“, sagt er. Eichelmann vergibt vier Sterne, und Peter Liem nennt das Haus „das bedeutendste Winzerchampagner-Haus Chouillys“.

Edelstahl, Terrakotta und die Réserve perpétuelle

Im Keller vergärt Jean-Pierre Vazart die Grundweine in temperaturkontrollierten Edelstahltanks und hält die Dosage niedrig, meist auf Extra-Brut-Niveau. Für die Cuvée TC Extra Brut arbeitet er mit Terrakotta-Eiern, deren sanfter Sauerstoffaustausch dem Champagner eine seidige Textur gibt. Der 82/16 Extra Brut kommt ausschliesslich aus der Réserve perpétuelle: 1982 begonnen, jedes Jahr zu 40 Prozent entnommen und wieder aufgefüllt, zuletzt 2016, dem Jahr, aus dem der Grundwein dieses Champagners stammt. Der Grand Bouquet reift rund vier Jahre auf der Hefe und zeigt reife Frucht und die Rundheit, die Chouilly mitgibt.

Spécial Club und die Einzellage La Cerisière

Seit 1996 gehört Vazart-Coquart & Fils dem Club Trésors de Champagne, der 1971 gegründeten ältesten Winzervereinigung der Champagne; die Mitglieder verkosten ihre Weine gegenseitig und geben nur den besten Jahrgängen das Siegel Spécial Club. Der Spécial Club Rosé entsteht als Rosé de Saignée aus reinem Pinot Noir der Parzelle Le Revers du Plumecoq; die angerebelten Trauben mazerieren zwei Tage, bevor sie abgepresst werden, der Grundwein vergärt spontan im Edelstahl und ohne malolaktische Gärung, degorgiert wird von Hand, à la volée.

AD 191 ist die Katasterkoordinate der Parzelle La Cerisière im Grand Cru Chouilly; das AD steht für Anno Domini und meint keine Jahreszahl. Jean-Pierre Vazart hat diese Parzelle jahrelang verkostet und baut sie seit 2016 einzeln aus. Ihr Boden ist flachgründig, kreide- und kalkhaltig, die Chardonnay-Reben sind Vieilles Vignes.

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