De Sousa

De Sousa bewirtschaftet 9,5 Hektar in Avize an der Côte des Blancs, überwiegend in Grand-Cru-Lagen. Erick und Michelle de Sousa führen das Familienweingut gemeinsam mit ihren drei Kindern, Charlotte im Vertrieb, Julie in den Weinbergen, Valentin im Keller. Die Reben sind im Schnitt über 45 Jahre alt; auf 60 Prozent Chardonnay kommen 30 Prozent Pinot Noir und 10 Prozent Meunier. Erick de Sousa ist ein Pionier der biologischen und biodynamischen Bewirtschaftung in der Champagne, und die Parzellen der Cuvée Mycorhize werden ausschliesslich mit dem Pferd bearbeitet. Die Keller liegen in der Kreide und halten konstant zehn Grad.
Die Familie de Sousa in Avize
Manuel de Sousa kämpfte als portugiesischer Soldat im Ersten Weltkrieg an der Seite Frankreichs und liess sich nach dem Krieg in Avize nieder, das er nie wieder verliess. Er starb 1929 im Alter von 29 Jahren an einem Hirntumor. Sein Sohn Antoine heiratete Zoémie Bonville, Tochter einer alteingesessenen Winzerfamilie, und in den 1950er Jahren gründeten die beiden das Weingut, aus dem das heutige Champagnerhaus hervorging. Ihr Name steht bis heute auf der Cuvée Zoemie de Sousa. Als 1963 Erick zur Welt kam, nannte die Familie das Gut De Sousa & Fils; Erick de Sousa studierte später in Beaune und kehrte danach in die Champagne zurück.
Grand-Cru-Lagen zwischen Avize und Le Mesnil
Die 9,5 Hektar liegen überwiegend in den Grand-Cru-Gemeinden der Côte des Blancs, in Avize, Cramant, Oger, Le Mesnil-sur-Oger und Chouilly. Dazu kommen Pinot-Noir-Parzellen in Aÿ und Ambonnay sowie kleinere Flächen im Vallée de la Marne und in der Côte des Bar. Chardonnay stellt 60 Prozent der Rebfläche, Pinot Noir 30 und Meunier 10 Prozent, und das Durchschnittsalter der Reben liegt über 45 Jahren.
Die Herkunft steht in den Namen der Weine. Die Cuvée 3A führt Avize, Aÿ und Ambonnay zusammen, die Cuvée des Caudalies ist ein reiner Chardonnay, würzig und mineralisch, und erscheint zusätzlich als eigene Abfüllung aus Le Mesnil. Auch die Réserve Extra Brut ist ein Blanc de Blancs aus Grand-Cru-Lagen.
Biologischer Anbau und Arbeit mit dem Pferd
Ende der 1990er Jahre begann Erick de Sousa mit der Umstellung auf biologischen Anbau, zu einer Zeit, als das in der Champagne noch selten war. Die Parzellen der Cuvée Mycorhize bearbeitet das Weingut ausschliesslich mit dem Pferd, was Bodenverdichtung vermeidet und das Wurzelwachstum fördert. Der Name der Cuvée nennt die Mykorrhiza, die Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln, und damit das Zusammenspiel von Boden und Rebe.
Kreidekeller und Ausbau im Holz
Die Keller von De Sousa sind in die Kreide gehauen und halten konstant zehn Grad, was die Reifung verlangsamt und schont. Erick de Sousa setzte als einer der Ersten in Avize Eichenfässer in der Vinifikation ein, wegen der Textur und der Tiefe, die sie den Weinen geben. Der Tradition Brut vereint 50 Prozent Chardonnay, 40 Prozent Pinot Noir und 10 Prozent Meunier.


















