Hunter McKirdy

Hunter McKirdy bewirtschaftet 3,5 Hektar jurassischen Kalkstein-Mergel in Zellenberg im Elsass, mit Reben von durchschnittlich 45 Jahren. Paul McKirdy, Schotte, und Jolene Hunter, Weinbauexpertin aus Südafrika, vinifizieren hier seit 2023 unter ihren beiden Namen. Die Trauben werden von Hand gelesen und acht Stunden in einer hydraulischen Holzpresse gepresst, der Most vergärt spontan in alten Burgunderfässern, ohne Schwefelzusatz. Der Erntezeitpunkt richtet sich nach dem pH-Wert und der Säurereife, was die Weine bei konstant 12,5 Volumenprozent hält. Alle Weine erscheinen als Vin de France.
Paul McKirdy und Jolene Hunter in Zellenberg
Vierzehn Jahre lang leitete Paul McKirdy als Chef de Cave einen Keller im Elsass, Jolene Hunter verantwortete dort den Export. 2023 übernahmen der Schotte und die Weinbauexpertin aus Südafrika Parzellen in Zellenberg, dem Dorf zwischen Riquewihr und Ribeauvillé, und vinifizieren seither unter ihren beiden Namen. Die 3,5 Hektar liegen auf jurassischem Kalkstein-Mergel, die Reben sind im Durchschnitt 45 Jahre alt, und mit 14 000 Stöcken pro Hektar bleibt jede Arbeit im Weinberg Handarbeit.
Die Hänge westlich des Dorfes
Les Pentes Sèches wächst westlich des Dorfes auf drei Parzellen in den Lieux-dits Rimelsberg und Kronenburg, letzterer Teil des Grand Cru Schoenenbourg. Die Hänge zeigen nach Osten und Südosten, der Wind trocknet sie, und die rund 30 Jahre alten Reben wurzeln tief in den schweren Mergeln des frühen Jura; auf 300 Metern Höhe kühlen die Nächte ab. Der Wein besteht zu hundert Prozent aus Pinot Gris.
Les Forêts Oubliées stammt aus 30 Jahre alten Reben im Lieu-dit Harth, wo eine flache Schicht Gletschermoräne über dem Lias-Mergel liegt. Auf 290 Metern und nach Ost-Südost ausgerichtet reift dieser Auxerrois spät, er verbindet kristalline Frucht mit Würze und Frische. Der Name verweist auf die Wälder, die diese Hügel einst bedeckten; viele Lieux-dits rund um Zellenberg tragen Namen von Bäumen.
Die Lagen am Fuss des Hügels
Am östlichen Fuss des Hügels liegt die Kieskuppe Burgreben, eine 25 Zentimeter flache Schicht Kies über Kalkstein aus dem Oligozän und Endpunkt einer Moräne aus der Mindel-Vereisung in den Vogesen. Die Böden erwärmen sich hier schnell, der Standort reift früh und trägt Riesling: Les Champs des Roches verbindet aromatische Komplexität mit lebhafter Säure. An den unteren Hängen des Hügels mit dem Sonnenglanz Grand Cru steht auf Kalkmergel aus dem Oligozän der 20 Jahre alte Weinberg von Sous les Coudriers, benannt nach den Haselnussbäumen dieses Standorts; die Nordlage mildert den Standort auf 230 Metern, und der Pinot Gris gewinnt Breite und Textur.
Le Jardin de la Source war bis Ende der 1960er Jahre ein Gemüsegarten, von Bäumen und Hecken umgeben und von einer Quelle gespeist. Die Ostlage bringt Morgensonne, das Dorf darüber Schatten gegen die Hitze des Nachmittags. Die Reben waren die ersten auf diesem Terroir und sind heute über 50 Jahre alt; auf Kalk-Mergel aus dem frühen Jura in 250 Metern Höhe gibt der Pinot Blanc einen linearen Wein mit Jodnoten, der Zeit braucht.
Lese nach pH-Wert, Ausbau in alten Fässern
Die Lese beginnt, wenn der pH-Wert bei 3,2 liegt und die Säure reif ist; der potenzielle Alkoholgehalt bleibt unberücksichtigt, und die Weine kommen auf konstant 12,5 Volumenprozent. Von Hand gelesen und sortiert erreichen die Trauben in 10-Kilo-Kisten die hydraulische Holzpresse, die acht bis zehn Stunden arbeitet. Der Most vergärt spontan und reift in alten Burgunderfässern, ohne Schwefelzusatz und ohne önologische Hilfsmittel. Alle Weine tragen die Bezeichnung Vin de France und kommen in Burgunderflaschen. Beim Samares et Strobiles vinifizieren Hunter und McKirdy Pinot Gris wie einen Rotwein; Le Bois des Ormes ist ein Pinot Noir.







