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Côte des Bar · Frankreich

Clandestin

Benoît Doussot, Winzer von Clandestin Champagne

Clandestin ist das Micro-Négoce von Benoît Doussot in Landreville an der Côte des Bar, das Bio-Trauben zu Champagnern ohne Dosage verarbeitet. Die Trauben kommen von zwölf Hektar, verteilt auf neun Dörfer, von Winzern, deren Parzellen auf kimmeridgischem Kalk und Portlandien zwischen 140 und 220 Metern Höhe liegen. Im Keller presst Benoît Doussot ganze Trauben, vergärt spontan und vinifiziert jede Parzelle für sich, während die Schwerkraft die Weine bewegt. Alle Champagner bleiben Brut Nature und kommen unfiltriert auf die Flasche.

Die Weine

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Landreville an der Côte des Bar

Benoît Doussot stammt aus Nuits-Saint-Georges und schloss seine Ausbildung am Lycée Viticole in Beaune ab; im Sommer 2015 fuhr er in die Côte des Bar im Süden der Champagne und begann dort mit Clandestin ein eigenes Projekt. Seine Kellerei in Landreville wurde 2023 fertig und ist über zwei Etagen gebaut, sodass Trauben und Weine ohne Pumpen von einer Stufe zur nächsten gelangen.

Zwölf Hektar in neun Dörfern

Clandestin ist ein Micro-Négoce ohne eigene Weinberge. Die Trauben stammen von zwölf Hektar Rebfläche in neun Dörfern, geliefert von elf Winzern, die biologisch arbeiten. Viele dieser Parzellen gingen früher an Genossenschaften. Benoît Doussot sucht sie heute gezielt aus, begleitet die Winzer bei der Umstellung, bezahlt die Trauben entsprechend und gibt ihnen den fertigen Champagner zu kosten. Vorausgesetzt sind Reben von mindestens zwanzig Jahren und eine gleichmässige Sonneneinstrahlung in der Parzelle; verarbeitet wird nur einwandfreies Lesegut, weshalb sich eine Dosage erübrigt.

Die Böden sind kimmeridgischer Mergel und Portlandien-Kalk, die Lagen liegen auf etwa 140 bis 220 Metern, der Schwerpunkt auf kühleren Nord- und Westhängen oberhalb von Buxières-sur-Arce. Gemeinsam mit den Bodenkundlern Claude und Lydia Bourguignon hat Benoît Doussot die Parzellen nach ihrer Geologie untersuchen lassen und vinifiziert sie seither getrennt.

Im Keller von Landreville

Gepresst werden ganze Trauben, die Grundweine vergären spontan mit ihren eigenen Hefen. Der Ausbau dauert fünfzehn Monate in gebrauchten Holzfässern, wobei Benoît Doussot grössere Formate bevorzugt, weil sie die Weine schlanker halten und weniger Schwefel verlangen. Nach der Flaschengärung liegen die Champagner mindestens fünfzehn Monate auf der Hefe und werden ohne Dosage degorgiert.

BORÉAL, AUSTRAL und Les Passagers

Der BORÉAL ist ein reinsortiger Pinot Noir aus drei nordexponierten Parzellen auf Lehm und Kalkstein, mit wilden Erdbeeren und einer salzigen Frische. AUSTRAL kommt von den kalkreichen Südlagen bei Buxières-sur-Arce, ebenfalls reiner Pinot Noir, und zeigt mehr Schichten und mehr Tiefe. Unter Les Passagers fasst Benoît Doussot Champagner aus Weinbergen zusammen, deren Trauben von Jahr zu Jahr wechseln können, weil sie nicht dauerhaft unter Vertrag stehen. Der Blanc de Blancs Fiole wächst in einer Chardonnay-Parzelle in Ville-sur-Arce auf 234 Metern, Lehm über Kimmeridge-Kalk, und stellt neben die salzige Spannung eine Mandelnote; Haut de Val Barmont ist ebenfalls ein Blanc de Blancs aus Handlese, fünfzehn Monate im Holzfass gereift und ohne Dosage degorgiert. Beide entstehen in winziger Menge und bleiben womöglich einmalig.

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