Clau de Nell

Clau de Nell liegt in Ambillou-Château im Anjou und bewirtschaftet alte Reben auf Sandsteinkies und rotem Feuerstein über Tuffeau. Anne-Claude Leflaive aus dem Burgund fand das Anwesen 2006 auf einer Reise durch die Loire, auf der sie biodynamische Projekte suchte. Die Reben wurden dort seit 2000 biodynamisch bewirtschaftet, drei Jahre lang war kein Wein entstanden. 2008 erwarb sie das Gut mit ihrem Mann Christian Jacques; nach ihrem Tod 2015 führen Christian Jacques und Betriebsleiter Sylvain Potin die Arbeit weiter. Das durchschnittliche Rebalter liegt bei sechzig Jahren, die Erträge bleiben unter 30 Hektoliter je Hektar.
Ambillou-Château im Anjou
Ambillou-Château liegt im Anjou, neunzig Meter über dem Meer und rund 120 Kilometer vom Atlantik entfernt. Die Tage werden warm, die Nächte kühlen ab, und dieser Wechsel hält die Säure in den Trauben. Unter den Parzellen steht Tuffeau, darüber liegen Sandsteinkies und roter Feuerstein. Auf diesen Böden wurzeln Reben, die zum Teil über hundert Jahre alt sind.
Anne-Claude Leflaive und Christian Jacques
Drei Jahre lang war in Ambillou-Château kein Wein erzeugt worden, als Anne-Claude Leflaive 2006 durch die Loire reiste und nach biodynamischen Projekten suchte. Die Winzerin aus dem Burgund fand hier alte Reben auf Tuffeau, die seit 2000 biodynamisch bewirtschaftet wurden. 2008 erwarb sie das Anwesen gemeinsam mit ihrem Mann Christian Jacques. Der Name Clau de Nell erinnert an die früheren Besitzer Claude und Nelly Pichard, und mit Cabernet Franc von sechzigjährigen Reben und mit Chenin Blanc begann die Arbeit von neuem. Anne-Claude Leflaive starb 2015; Christian Jacques führt das Gut seither mit Sylvain Potin.
Sylvain Potin, Betriebsleiter seit 2009
Sylvain Potin arbeitete als Sommelier, bevor er 2009 als Betriebsleiter nach Clau de Nell kam. Was ihn leitet, sagt er in einem Satz: „For us, it's about always trying to be more precise“, für uns geht es darum, immer genauer zu werden. Im Weinberg führt er die biodynamische Arbeit weiter, die hier im Jahr 2000 begonnen wurde, acht Jahre vor dem Kauf durch Anne-Claude Leflaive. In den Weinen zeigt sich sein Sinn für Balance, der ihnen eine schlanke, feingliedrige Form gibt.
Die Rebsorten und ihre Weine
Cabernet Franc steht auf fünf Hektar und nimmt damit die grösste Fläche ein, dazu kommen 4,5 Hektar Chenin Blanc, zwei Hektar Grolleau und ein Hektar Cabernet Sauvignon. Die alten Stöcke tragen wenig und liefern konzentrierte Trauben.
Der Cabernet Franc zeigt dunkle Frucht und ein seidiges Tannin. In der Cuvée Violette kommen Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon zusammen, und der Wein gewinnt dadurch an Tiefe. Der Grolleau erscheint als eigener Wein unter der IGP, und seit 2021 ergänzt der Blanc de Noir als fünfte Cuvée das Sortiment, weiss gekeltert aus Cabernet Franc.













