HM Lang

HM Lang in Stein an der Donau bewirtschaftet 2,5 Hektar in den Rieden Steiner Schreck und Braunsdorfer, auf Gneis, Granit und Löss, mit Reben von 50 bis 100 Jahren. Markus Lang kam nach 25 Jahren im Flugzeugbau zum Wein und führt das Gut mit seiner Frau Heideline Lang; die Parzellen im Steiner Schreck werden demeter-zertifiziert bewirtschaftet. Gelesen wird früh und nach dem pH-Wert, gepresst über mehrere Tage auf einer selbst konstruierten Baumpresse mit 100 Tonnen Druck, ausgebaut zwei bis drei Jahre auf der Vollhefe in einem Tunnel im Gneis. Die Grünen Veltliner und Rieslinge kommen auf 11 bis 12,5 Volumenprozent Alkohol.
Markus und Heideline Lang
Markus Lang stammt aus Wien und konstruierte 25 Jahre lang Flugzeuge für Airbus und die US Air Force, bevor er vor fünfzehn Jahren einen vernachlässigten Weinberg erbte. Daraus sind 2,5 Hektar geworden, die er mit seiner Frau Heideline Lang bewirtschaftet. Aus dem Ingenieursberuf blieb die Neigung zur eigenen Konstruktion: Lang baute eine Baumpresse, die mit 100 Tonnen Pressdruck arbeitet und die Trauben über mehrere Tage unter freiem Himmel presst, langsam und mit einer Saftausbeute von 80 Prozent. Der Pressvorgang läuft reduktiv ab, danach bekommt der Saft Zeit zum Bräunen und damit eine gewollte Oxidation.
Steiner Schreck und Braunsdorfer
Die Rieden Steiner Schreck und Braunsdorfer liegen bei Stein an der Donau im Weinbaugebiet Krems. Der Steiner Schreck gehört zu den steilsten Lagen des Kremstals, rund 320 Meter über dem Meer, mit kleinen Terrassen von vier bis fünf Metern Tiefe auf Gföller Gneis und Granit. Die Wurzeln der Grünen Veltliner reichen hundert Jahre zurück, der Riesling steht auf Parzellen mit 80-jährigen Reben, und beides wird demeter-zertifiziert bewirtschaftet. Die Laubwände sind 2,4 Meter hoch.
Der Braunsdorfer liegt in einem Nebental der Donau auf rund 250 Metern, mit vier bis fünf Metern Löss über nacktem Fels, und ist terrassiert wie der Steiner Schreck. Die Reben sind etwa 50 Jahre alt; die Langs bewirtschaften die Lage seit vier Jahren und stellen sie auf die Demeter-Zertifizierung um. In den Löss graben Dachse ihre Bauten, und in kalten Wintern legen sich Füchse dazu, bis es wärmer wird. Davon hat der Grüne Veltliner Fuchs & Dachs seinen Namen, in den zusätzlich ein kleiner Anteil 90-jähriger Reben aus dem Steiner Schreck geht.
Lese nach pH-Wert, Keller im Gneis
Markus Lang bestimmt den Lesezeitpunkt über den pH-Wert und liest den Grünen Veltliner bei pH 3,0, rund 65 bis 70 Tage nach der Blüte. Die Trauben sind dann physiologisch reif, und die Weine erreichen 11 bis 12,5 Volumenprozent Alkohol. Vergoren wird spontan.
Der Keller liegt tief im Gneis des Berges, ein Tunnel aus dem Zweiten Weltkrieg mit konstanten 9 Grad. Dort reifen die Weine zwei bis drei Jahre auf der Vollhefe, in Holzfässern, Keramik-Amphoren und Steingut, mit wenig Schwefel; die Grünen Veltliner bleiben unfiltriert.
Die Namen der Weine
Der Dritter Akt ist der einzige Grüne Veltliner des Guts, der vollständig im grossen Holzfass reift. Kalt und Klar trägt seinen Namen nach dem Wasser der nahen Donau und liegt zwei Jahre auf der Vollhefe im 670-Liter-Fass. Für den Riesling This is not a love song arbeitet Markus Lang mit einer Bordelaiser Steingut-Amphore von 550 Litern, die eine ähnliche Mikrooxygenation zulässt wie ein grosses Holzfass; der Wein bleibt dort über zwei Jahre auf der Vollhefe und kommt auf 11 Volumenprozent. Zu den Spitzenweinen des Guts zählen Fuchs & Dachs und der Riesling Hartstein.
















