Lebendige Weine Schweiz & Liechtenstein

Toskana · Italien

Salicutti

Sabine Eichbauer beim Verkosten im Weinkeller von Podere Salicutti

Podere Salicutti liegt in Montalcino und bewirtschaftet 4,5 Hektar Sangiovese in den drei Crus Teatro, Piaggione und Sorgente. Francesco Leanza machte das Land 1994 urbar und pflanzte die Reben in den Hang um die Cantina, die bis heute das Herzstück des Betriebs ist. Sabine und Felix Eichbauer führen den biologischen Anspruch ihres Vorgängers weiter und arbeiten seit 2022 biodynamisch nach den Richtlinien von Demeter. Der Besitz misst elf Hektar, der Rest verteilt sich auf Olivenhain und Wald. Im Keller entsteht ausschliesslich Sangiovese, als Brunello di Montalcino mit langer Holzreife, dazu kommen Rosso di Montalcino und Elsa IGT Toscana Rosso.

Die Weine

17 Weine Alle anzeigen

Montalcino und der Mergel darunter

Montalcino liegt in der Toskana, rund 35 Kilometer vom Tyrrhenischen Meer entfernt, und das Klima ist mediterran. Unter den Reben von Podere Salicutti liegt Mergelstein, 60 bis 80 Millionen Jahre alt, kalkhaltige Marne, die dem Sangiovese entgegenkommt. Die Reben von 1994 stehen in Böden, die nie mit konventionellen Spritzmitteln in Kontakt kamen; 1996 erhielt Podere Salicutti als erstes Weingut Montalcinos die Bio-Zertifizierung.

Sabine und Felix Eichbauer

Sabine und Felix Eichbauer kamen aus München nach Montalcino und übernahmen den Betrieb von Francesco Leanza. Gastronomie kennt die Familie seit Langem: Felix' Vater Fritz Eichbauer gründete 1971 gemeinsam mit Eckart Witzigmann das Restaurant Tantris. „Das Land war vor uns da; es nährt nun unsere Reben, und es wird hier sein, wenn wir fort sind“, heisst der Satz, an dem die Familie ihre Arbeit ausrichtet. Sabine Eichbauer ist Architektin und renovierte 2018 das gesamte Anwesen; eine türkise Glassäule des Architekten Massimiliano Fuksas durchstösst seither den Keller.

Teatro, Piaggione und Sorgente

Teatro ist mit 0,7 Hektar die kleinste Cru, liegt zur Linken der Cantina, wurde 1994 gepflanzt und öffnet sich wie ein Amphitheater nach Süden. Auf 520 Metern ist sie die kühlste Lage des Guts und reift spät; aus ihr kommt der Brunello di Montalcino Teatro Riserva. Piaggione misst 1,2 Hektar, liegt zu Füssen der Cantina nach Ost-Südost und steht auf skelettreichen Kalkböden voller Fossilien, auf 420 bis 450 Metern; von dort stammt der kraftvolle Brunello di Montalcino Piaggione.

Sorgente umfasst 1,5 Hektar hinter der Cantina, auf 450 Metern, mit schweren Ton- und Sandböden sowie steinigem Galestro; der Brunello di Montalcino Sorgente reift entsprechend spät aus. Sabine Eichbauer nennt Teatro ihre Lieblingslage, Felix Eichbauer den Piaggione.

Weinberg und Keller

Zum Betrieb gehören Esel, die zwischen den Olivenbäumen weiden, und Hühner in den Rebzeilen; Podere Salicutti ist Mitglied im Verband respekt-BIODYN. Jeder Rebstock wird einzeln betreut, gelesen und selektiert wird von Hand. Kellermeister Gianni Fabbri vinifiziert ausschliesslich Sangiovese, die Brunelli reifen lange im Holz. Monika Larner von Robert Parker's Wine Advocate nannte diese Reinheit des Sangiovese den „Holy Grail“. Neben den Lagenweinen entstehen ein Brunello di Montalcino, ein Rosso di Montalcino und der Elsa IGT Toscana Rosso.

Weitere Güter aus Toskana