Bruno Clavelier

Domaine Bruno Clavelier bewirtschaftet von Vosne-Romanée aus 6,5 Hektar an der Côte de Nuits, verteilt auf fünf Gemeinden. Bruno Clavelier spielte Rugby in der ersten französischen Liga für Dijon, bevor er das Gut seines Grossvaters mütterlicherseits Ende der 1980er Jahre übernahm; 1992 erschien der erste Jahrgang unter seinem Namen. Die meisten Rebstöcke stammen aus den 1930er und 1940er Jahren, tragen Pinot Noir Fin und wurzeln im kalkhaltigen Untergrund. Seit 1999 ist das Gut bio-zertifiziert, seit 2005 arbeitet Bruno Clavelier vollständig biodynamisch. Zu den Lagen gehören Premiers Crus aus Chambolle-Musigny, Gevrey-Chambertin und Nuits-Saint-Georges sowie der Corton Grand Cru Le Rognet.


Das Gut in Vosne-Romanée
Das Gut steht an der Route Nationale am Ortsrand von Vosne-Romanée, in einem unscheinbaren Gebäude ohne Schild. Aufgebaut hat es Joseph Brosson, der Grossvater mütterlicherseits von Bruno Clavelier: Ab 1935 brachte er die Domaine nach den Schäden von Reblaus und Weltkriegen wieder in Gang. Bruno Clavelier spielte Rugby für Dijon in der ersten französischen Liga, bevor er Ende der 1980er Jahre übernahm; 1992 erschien der erste Jahrgang unter seinem Namen. „Ich suche weder Farbe noch Tannin“, sagt er. Er erweiterte den Keller behutsam, mit pneumatischen Pressen und Sortiertischen, und hält den Eingriff des Winzers im fertigen Wein so klein wie möglich.
Reben aus den 1930er Jahren
Die meisten Rebstöcke wurden in den 1930er und 1940er Jahren gepflanzt, als die Weinberge des Burgunds nach der Reblaus wiederhergestellt wurden; die ältesten sind heute über achtzig Jahre alt. Sie wurzeln tief im kalkhaltigen Untergrund und liefern von sich aus niedrige Erträge. Fast durchweg steht dort Pinot Noir Fin, der traditionelle burgundische Klon, bekannt für seine Finesse. Auf vielen Etiketten steht deshalb der Zusatz „Vieilles Vignes“. Joseph Brosson verzichtete auf synthetische Chemie und Kalidünger; Bruno Clavelier führt das weiter, seit 1999 mit Bio-Zertifikat von Ecocert und seit 2005 vollständig biodynamisch.
Gärung in offenen Bottichen, Ausbau im Fass
Vergoren wird in offenen, konischen Eichenbottichen. Der Anteil ganzer Trauben reicht bis 30 Prozent; Bruno Clavelier legt ihn je nach Jahrgang und Parzelle fest. Die Gärung startet mit indigenen Hefen und dauert rund drei Wochen, extrahiert wird von Hand, durch Untertauchen des Tresterhuts. Im Frühjahr folgt die malolaktische Gärung. Danach liegen die Weine 16 bis 18 Monate in Fässern aus Tronçais und Allier, ein Drittel davon neu. Die Crus bleiben ungeschönt und ungefiltert, der Schwefel gering, abgefüllt wird unter Schutzgas.
Die Lagen von Vosne-Romanée bis Aloxe-Corton
Die Weinberge verteilen sich auf Vosne-Romanée, Chambolle-Musigny, Gevrey-Chambertin, Nuits-Saint-Georges und Aloxe-Corton. Jedes Climat wird für sich vinifiziert, rund fünfzehn Weine entstehen pro Jahrgang. In Vosne-Romanée stehen La Combe Brûlée, Les Hautes Maizières und die Monopollage La Montagne, dazu die Premiers Crus Aux Brulées und Les Beaux Monts, der dunkle Kirsche, Veilchen und feinen Rauch zeigt.
Aus Chambolle-Musigny kommen La Combe d’Orveaux mit seidiger Textur und floraler Note sowie Les Noirots, aus Gevrey-Chambertin Les Corbeaux, aus Nuits-Saint-Georges Aux Cras. Der Corton Grand Cru Le Rognet ist der einzige Grand Cru des Guts und wächst auf eisenhaltigem Boden, der den Weinen mineralische Würze und Langlebigkeit gibt. Dazu kommt ein Bourgogne Passetoutgrain aus Pinot Noir und Gamay.














