Lebendige Weine Schweiz & Liechtenstein

Côte de Nuits · Frankreich

Bruno Clair

Bruno Clair im Weinkeller

Domaine Bruno Clair in Marsannay-la-Côte bewirtschaftet 27 Hektar in acht Dörfern der Côte d'Or und füllt daraus 32 Appellationen. Bruno Clair gründete das Weingut 1979 und erhielt nach der Auflösung der Domaine Clair-Daü, die sein Grossvater aufgebaut hatte, zunächst sieben Hektar. Heute gehören Chambertin-Clos de Bèze mit Reben aus dem Jahr 1912, Bonnes-Mares, der Clos Saint-Jacques in Gevrey-Chambertin und Corton-Charlemagne dazu. Im Keller vergären die Weine spontan und reifen 18 bis 20 Monate im Fass. Die Roten zeigen seidiges Tannin und eine salzige Linie. Seit 2010 arbeitet Sohn Edouard mit, seit 2018 auch Arthur und Margaux.

Die Weine

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Das Erbe von Clair-Daü

1919 heiratete Joseph Clair Marguerite Daü, und die Weinberge beider Familien in Marsannay kamen zusammen. Unter dem Namen Clair-Daü entstand daraus ein Gut, das jahrzehntelang Weine aus Chambertin-Clos de Bèze, Bonnes-Mares und Musigny füllte, bis familiäre Auseinandersetzungen 1985 zur Auflösung führten. Bruno Clair, ein Enkel von Joseph Clair, hatte sein eigenes Weingut 1979 gegründet und bekam aus der Teilung sieben Hektar. 1990 kam Chambolle-Musigny dazu, 1993 Corton-Charlemagne, 2006 weitere Parzellen in Bonnes-Mares. Heute sind es 27 Hektar über acht Dörfer hinweg, mit Sitz in Marsannay-la-Côte.

Grands Crus und alte Reben

An der Côte de Nuits stammt ein Teil des Chambertin-Clos de Bèze von Reben aus dem Jahr 1912, die winzige Erträge tragen. Die 1,64 Hektar in Bonnes-Mares bringen dunklere Würze, Graphit und ein breites Tanninraster. Der Clos Saint-Jacques in Gevrey-Chambertin fällt kühler aus, mit strafferem Zug und viel Länge.

In Savigny-lès-Beaune gehören 1,14 Hektar im Premier Cru La Dominode dazu, eine Parzelle innerhalb von Les Hauts Jarrons, in Ostlage auf lehmig-steinigem Boden, ursprünglich 1902 gepflanzt und seither stockweise nachgepflanzt. Der Vosne-Romanée „Les Champs Perdrix“ wächst auf 0,85 Hektar kargem Mergel in Ost- und Südostlage, auf durchschnittlich 320 Metern Höhe, die Reben datieren von 1948. In Marsannay selbst liefern 1,4 Hektar auf Lehm und Kalk in Südostlage den Marsannay rouge.

Gärung und Ausbau

Die Gärung beginnt spontan mit den eigenen Hefen, in offenen Holzfässern, der Tresterhut wird untergestossen, die Extraktion bleibt massvoll. Bei den Roten gehen 20 bis 50 Prozent ganze Trauben in den Gärbehälter, beim Marsannay rouge 10 bis 20 Prozent. Danach reifen die Weine 18 bis 20 Monate in Barriques, der Anteil neuen Holzes liegt je nach Appellation zwischen 20 und 50 Prozent, beim Marsannay rouge bei rund 20, beim Vosne-Romanée bei etwa 30 und bei La Dominode bei gut 40 Prozent. Die Klärung übernimmt die Zeit; die Weine liegen lange genug, um ohne weitere Eingriffe abgefüllt zu werden.

Edouard, Arthur und Margaux

2010 stieg Edouard ein, 2018 kamen Arthur und Margaux dazu. Edouard verantwortet Weinberg und Vinifikation, Arthur den Ausbau im Keller, Margaux Versand und Logistik. Die Neuerungen der jüngeren Generation fallen behutsam aus: höhere Anteile ganzer Trauben, weniger Schwefel. Begrünung und der Verzicht auf Herbizide gehören seit Langem zur Arbeit in den Reben. Aus Marsannay kommen neben dem Dorfwein auch die Lagen Les Longeroies und Les Grasses Têtes, jede für sich gefüllt.

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