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Côte de Nuits · Frankreich

Trapet Père & Fils

Jean-Louis Trapet, Winzer der Domaine Trapet Père et Fils

Trapet Père & Fils ist das Weingut der Familie Trapet in Gevrey-Chambertin und umfasst 18,5 Hektar an der Côte de Nuits mit drei Grands Crus. Jean-Louis Trapet leitet es in siebter Generation, stellte 1996 auf biodynamischen Weinbau um und erhielt 2009 das Demeter-Zertifikat. Chambertin, Chapelle-Chambertin und Latricières-Chambertin bilden den Kern des Besitzes, dazu kommen Premiers Crus aus Gevrey-Chambertin und Pinot Noir aus Marsannay. Die Weine zeigen aromatische Tiefe und ein feinkörniges Tannin, das die Herkunft der Parzelle durchscheinen lässt. In Riquewihr, dem Heimatort seiner Frau Andrée, bewirtschaften die beiden zusätzlich Trapet Alsace.

Die Weine

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Die Familie Trapet seit 1859

Von seinen Vorfahren hat Jean-Louis Trapet einen Satz übernommen: „Les hommes passent et la terre reste“, die Menschen vergehen, das Land bleibt. Die Familie erwarb ihren ersten Weinberg, „en Dérée“, im Jahr 1859, und der Gevrey-Chambertin Cuvée „1859“ hält dieses Datum im Namen. Als die Reblaus in den 1880er Jahren die Weinberge Burgunds vernichtete, veredelte Arthur Trapet seine Reben heimlich auf amerikanische Unterlagen, was damals verboten war; 1888 wurde die Methode zugelassen.

Die Lagen in Gevrey-Chambertin

Der Chambertin Grand Cru stammt von knapp zwei Hektar in drei Parzellen, in denen teilweise hundertjährige Reben stehen. Chapelle-Chambertin und Latricières-Chambertin vervollständigen die Grands Crus, und aus der Gemeinde kommen die Premiers Crus Petite-Chapelle, Clos Prieur, En Ergot, Combottes, Les Corbeaux, Alea und Capita.

Fossile Austernschalen, die Jean-Louis Trapet in seinen Weinbergen fand, gaben der Cuvée Ostrea ihren Namen; ostrea heisst auf Latein Auster. Diese Böden lagen einst unter Wasser, und der Wein trägt unter seiner Kirschfrucht eine salzige, kreidige Mineralität.

Marsannay und der Ausbau

Für den Marsannay rouge liest Trapet Père & Fils Pinot Noir aus drei Parzellen, darunter Les Grasses Têtes und Grand Poirier, deren Reben teils über fünfzig Jahre alt sind. Die Böden enthalten Kalk und Lehm, die Parzellen gehen getrennt durch die Lese und treffen erst im Keller zusammen.

Nach der Handlese setzt die Gärung spontan ein, mit wechselndem Ganztraubenanteil. Extraktion und Pigeage bleiben sanft. Der Wein reift in Fässern französischer Eiche, die überwiegend schon gebraucht sind. Neue Fässer setzt Jean-Louis Trapet in Teilen ein, und die Abfüllung erfolgt ohne Filtration.

Biodynamie seit 1996

Jean-Louis Trapet stellte den Weinbau 1996 auf Biodynamie um, 2009 kam das Demeter-Zertifikat dazu. Im Weinberg arbeitet er genau am Boden und beobachtet die Reben, im Keller fliessen die Trauben mit der Schwerkraft. Die Grands Crus vergären mit 50 bis 100 Prozent ganzen Trauben; neue Eiche erreicht dort höchstens 50 Prozent, bei den Villages-Weinen 20 bis 25 Prozent.

Der A Minima ist ein Passetoutgrain aus Pinot Noir und Gamay, die gemischt in einer Parzelle stehen. Lese, Vinifikation und Ausbau laufen ohne Schwefel, erst zur Abfüllung kommt eine minimale Dosis hinzu. Jean-Louis Trapet widmet den Wein Jules Chauvet, dem Vater der Naturweinbewegung. Im Guide des meilleurs vins de France steht Trapet Père & Fils bei drei Sternen, der Höchstnote.

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