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Priorat & Montsant · Spanien

Familia Nin Ortiz

Ester Nin und Carles Ortiz - Familia Nin Ortiz Priorat

Familia Nin Ortiz bewirtschaftet Steillagen aus Llicorella rund um Porrera im Priorat, bis auf 700 Meter Höhe, und arbeitet dort seit dem ersten Jahrgang biodynamisch. Ester Nin und Carles Ortiz lernten sich 2007 in einem Seminar zur Biodynamie kennen, 2008 kam ihr erster gemeinsamer Jahrgang. Auf jedem Korken steht „Biodynamic since day one“. Maschinelle Bearbeitung lassen die Hänge nicht zu, deshalb pflügt Carles Ortiz mit Maultieren. Aus alten Garnacha- und Cariñena-Reben entstehen rote Weine mit kühler Frucht, dazu Weissweine aus Cariñena Blanca und Parellada und ein Schaumwein aus Chenin Blanc und Marsanne.

Die Weine

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Porrera und die Llicorella

Porrera liegt im Priorat, und die Weinberge von Familia Nin Ortiz ziehen sich dort über Hänge aus Llicorella, dem schwarzen Schiefer der Region, bis auf 700 Meter Höhe. Einige dieser Parzellen gehören zu den höchsten im Priorat. Der Boden ist eisenhaltig, die Neigung so stark, dass maschinelle Bearbeitung ausfällt. Carles Ortiz nahm darum eine Arbeit wieder auf, die in Porrera seit den 1960er Jahren niemand mehr betrieben hatte, und pflügt mit Maultieren.

Ester Nin und Carles Ortiz

Ester Nin kam aus dem Penedès ins Priorat, studierte Önologie in Tarragona und sammelte ihre ersten Erfahrungen in einem Weingut der Region; später arbeitete sie als Önologin und Betriebsleiterin, 2003 begann sie ihr eigenes Projekt. Carles Ortiz bewirtschaftete als Traubenproduzent bereits 18 Hektar Rebland biologisch. 2007 trafen sie sich in einem Seminar zur Biodynamie, ein Jahr darauf füllten sie den ersten gemeinsamen Jahrgang.

Familia Nin Ortiz gehört zur zweiten Generation des Priorat, jener Bewegung, die Frische und den Ausdruck der Lage in den Mittelpunkt rückte, und ist Mitglied von La Renaissance des Appellations, einem Verband biodynamisch arbeitender Weingüter. Die Weine vergären spontan in Foudres, Demi-Muids oder Amphoren und bleiben ungeschönt und unfiltriert.

Mas d'en Caçador und La Coma d'en Romeu

Die Parzelle Mas d'en Caçador liegt nordexponiert auf reinem Schiefer, ein Teil der Reben ist über hundert Jahre alt. Nit de Nin „Mas d'en Caçador“ wächst dort und zeigt erdig-dunkle Nuancen neben feinen Kräuternoten. Kühl und leichtfüssig bleibt er trotz seiner Konzentration. Die zweite Spitzenlage, La Coma d'en Romeu, trägt siebzigjährige Garnacha und ergibt einen breiteren, würzigeren Wein.

Die Finca Planetes steht dieser Lage kaum nach. Der Planetes de Nin aus Garnacha und Cariñena setzt die Frische voran, trägt Kirsche und Garrigue und dazu eine kernige Note reifer Rappen; sein Tannin ist fein bis mittel gekörnt und reicht ins lange Finale. Ein paar Jahre Reife kommen ihm entgegen.

Weisse Reben auf Schiefer

Auf den Schieferhängen von Porrera stehen vereinzelt weisse Rebsorten, und ihr Anteil nimmt zu. Für den Planetes Blanc aus Cariñena Blanca bewirtschaftet Familia Nin Ortiz 0,9 Hektar mit 26 Jahre alten Reben sowie 0,73 Hektar mit vierjährigen Anlagen, nach Südost bis Südwest ausgerichtet; der Wein reift zu 70 Prozent in gebrauchten Fässern und zu 30 Prozent in Betoneiern, bei regulierter Temperatur. Aus Parellada kommen Terra Vermella und Terra Vermella de Nin, dazu Selma aus Chenin Blanc, Roussanne, Marsanne und Parellada sowie der Schaumwein Selma Ancestral.

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