Priorat & Montsant · Spanien
Terroir al Limit

Terroir al Limit bewirtschaftet 15 Hektar im Priorat, mit Sitz in Torroja del Priorat. Dominik Huber gründete das Gut 2004 gemeinsam mit dem südafrikanischen Önologen Eben Sadie; seit Sadies Ausstieg 2012 führt Huber es mit der Önologin Tatjana Peceric, die als Head Winemaker für Weinbereitung und Weinberge verantwortlich ist. Die Parzellen liegen zwischen 400 und 800 Metern, auf Schiefer, Ton und Flussablagerungen, und werden organisch und biodynamisch bearbeitet. Seit 2009 vergären die Trauben ganz, ohne Pigeage, und die Rotweine reifen in Zement und Edelstahl. Im benachbarten Montsant betreiben die beiden das Schwesterprojekt Terroir Sense Fronteres.
Torroja del Priorat, gegründet 2004
Dominik Huber kam als Quereinsteiger aus München ins Priorat und gründete 2004 mit dem südafrikanischen Önologen Eben Sadie ein kleines Weingut in Torroja del Priorat. Sadie zog sich 2012 zurück, um sich seinen südafrikanischen Weinen zu widmen, und Huber führte Terroir al Limit weiter. Heute leitet er das Gut gemeinsam mit Tatjana Peceric, einer Önologin serbischer Herkunft, die Keller und Weinberge verantwortet und das Gut nach aussen vertritt. Im benachbarten Montsant führen beide Terroir Sense Fronteres, wo im Keller kein Holz zum Einsatz kommt.
Ganztrauben-Infusion und Ausbau in Zement
Seit 2009 arbeitet Terroir al Limit mit Ganztrauben-Infusion: Die Beeren bleiben ganz, sie werden nicht gequetscht, und über den Tresterhut wird nicht gepumpt. „Am Anfang gab es noch etwas Pigeage“, sagt Dominik Huber, „heute rühren wir nicht mehr.“ Für die Rotweine hat das Gut das Holz aufgegeben; sie reifen in Zement und Edelstahl, damit Primäraromen und Herkunft unverstellt bleiben.
Die 15 Hektar werden organisch und biodynamisch bewirtschaftet. Dominik Huber liest früh und begegnet den heissen Sommern mit biodynamischen Präparaten im Weinberg.
Die Lagen von Torroja bis Scala Dei
Der Terra de Cuques negre stammt je zur Hälfte aus Garnacha und Cariñena, aus mehreren Weinbergen auf rund 400 Metern, überwiegend Schiefer mit etwas Lehm. Für den Dits del Terra wachsen über 60 Jahre alte Carignan-Reben an den steilen Schieferhängen von Torroja del Priorat, nach Süden ausgerichtet; die handgelesenen Trauben vergären sieben bis zehn Tage ganz und reifen acht Monate in Zement. Les Tosses kommt aus einem der höchstgelegenen Weinberge von Torroja, wo 90 Jahre alte Carignan-Reben auf 600 Metern in kargem Schiefer wurzeln, zur Südwestsonne hin exponiert.
Les Manyes wächst auf 800 Metern oberhalb des Klosters in Scala Dei, in kalkhaltigem Tonboden mit westlicher Ausrichtung. Die 60 Jahre alten Reben der seltenen Garnacha Peluda tragen auf den Blattunterseiten einen feinen Flaum, der Feuchtigkeit hält. Im Wein stehen dunkle Kirsche, Rauch und Kräuterwürze nebeneinander, dazu eine feine Bitterkeit, die dem Abgang Tiefe gibt; der Wine Advocate bewertete ihn mit 100 Punkten. Geordnet sind die Weine nach Herkunft, vom Ortswein über die Lagenselektionen Les Tosses, Arbossar und Dits del Terra bis zu Les Manyes an der Spitze.
Weiss aus alten Reben
Für den Pedra de Guix kommen Pedro Ximénez, Macabeo und Grenache Blanc aus verschiedenen Lagen zusammen; die 50 bis 80 Jahre alten Reben stehen zwischen 400 und 600 Metern auf Ton, Flussablagerungen und Schiefer. Nach sanfter Ganztraubenpressung reift der Wein acht Monate in Zement, der Anteil Pedro Ximénez dabei gezielt oxidativ.


























