Lebendige Weine Schweiz & Liechtenstein

Burgenland · Österreich

Moric

Roland Velich, Winzer und Gründer von Moric

Moric ist das Weingut von Roland Velich im Burgenland und bewirtschaftet 22,5 Hektar, überwiegend mit Blaufränkisch. Der erste Jahrgang kam 2001 aus Lutzmannsburg, wo die Reben auf einem prähistorischen Vulkan stehen. Aus den Rieden Kirchberg, Schwemmer und Maissner kommt je ein eigener Wein, dazu Blaufränkisch aus Neckenmarkt und Zagersdorf sowie Grüner Veltliner aus Sankt Georgen bei Eisenstadt. Velich arbeitet biodynamisch und vergärt spontan in offenen Holzbottichen. Der Ausbau geschieht in grossem, gebrauchtem Holz. Furmint aus Tokaj kommt aus der Arbeit mit ungarischen Winzern dazu.

Die Weine

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Roland Velich und der Name Moric

Roland Velich arbeitete als Skilehrer und als Croupier, bevor der Wein sein Beruf wurde. Mit seinem Bruder führte er zunächst das Weingut der Familie, 2001 begann er mit Moric, und am Anfang stand der Lutzmannsburg Alte Reben. Moric wird wie Moritz ausgesprochen und steht seit diesem Jahrgang für Blaufränkisch aus alten Anlagen, dessen Herkunft im Glas erkennbar bleibt. Velichs Anspruch gilt ebenso den einfachen Weinen und der Hausmarke Supernatural weiss. Sie sind eigenständig und haben grosses Potential.

Lutzmannsburg und die alten Rebstöcke

In Lutzmannsburg wurzeln die Reben auf einem prähistorischen Vulkan. Die eisenreichen Böden legen eine mineralische Spur in den Blaufränkisch. Die Rieden fallen weit auseinander. Der Kirchberg ist steil und kalkhaltig, der Maissner ein Plateau aus Ton. Aus dem Schwemmer kommt ebenfalls ein eigener Wein.

Viele Rebstöcke stehen seit 50 bis 110 Jahren, aus einer Zeit, als Blaufränkisch noch nicht auf Ertrag gezüchtet wurde. Sie tragen kleine Erträge und ergeben dichte Weine. Auch in Neckenmarkt liest Velich alte Reben; der Neckenmarkt Alte Reben war der erste Rotwein aus Österreich mit 95 Parker-Punkten.

Biodynamische Arbeit und Vinifikation

Velich bewirtschaftet die Weinberge biodynamisch und hält die Eingriffe klein. Die Trauben vergären spontan, die Mazeration dauert 22 Tage, danach reift der Wein 20 Monate auf der Feinhefe. Schönung und Filtration bleiben aus. Der Lutzmannsburg Alte Reben schmeckt nach nassem Kalkstein und schwarzen Kirschen, der Blaufränkisch Burgenland bleibt kühl im Ton. Nach denselben Regeln entsteht der Moric Reserve.

Zagersdorf, Sankt Georgen und Tokaj

In Zagersdorf sicherte Velich die letzten alten Blaufränkisch-Reben. Der Jagini Zagersdorf entsteht dort in einem Gemeinschaftsprojekt aus 60 Jahre alten Anlagen, vergärt spontan und reift vier Jahre im Holzfass. Aus derselben Gemeinde kommt der Zagersdorf/Cogrštof Ried Krcsi.

In Sankt Georgen bei Eisenstadt gehören Velich kleine, alte Rebflächen mit Grünem Veltliner. Der Sankt Georgen vergärt spontan, reift in 500-Liter-Fässern und bleibt ungeschönt und kaum filtriert. Aus der Ried Krainer kommt ein weiterer Grüner Veltliner. Mit dem Hidden Treasures Project arbeitet Velich ausserdem mit ungarischen Winzern zusammen; aus Tokaj kommen dabei Furmints wie der Turoska und der Hasznos. Falstaff kürte Roland Velich 2023 zum Winzer des Jahres.

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