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Piemont · Italien

Sottimano

Andrea Sottimano im Weinkeller in Neive

Azienda Agricola Sottimano in Neive bewirtschaftet knapp zwanzig Hektar Nebbiolo im Piemont, verteilt auf fünf Einzellagen in Neive und Treiso. Rino Sottimano erwarb das Hofgut in Cottà Ende der 1960er Jahre und bepflanzte die meisten dieser Lagen in den 1970er und 80er Jahren selbst; heute führen Andrea, Elena und Claudia Sottimano das Weingut. Die Reben wachsen seit über vierzig Jahren biologisch. Im Keller vergärt jeder Wein spontan, steht lange auf den Schalen und wird ungeschönt und ungefiltert abgefüllt. Die fünf Barbareschi tragen die Namen ihrer Lagen: Cottà, Currà, Fausoni, Pajoré und Basarin.

Die Weine

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Rino Sottimano und das Hofgut in Cottà

Ende der 1960er Jahre erwarb Rino Sottimano das Hofgut in Cottà, einer Lage in Neive an der Grenze zur Gemeinde Barbaresco. In den beiden folgenden Jahrzehnten bepflanzte er die meisten Weinberge selbst, die das Gut heute bewirtschaftet; viele dieser Rebstöcke sind inzwischen fünfzig bis sechzig Jahre alt.

Schon in den 1970er Jahren arbeitete er ohne Herbizide und synthetische Dünger. „Ich habe immer fest daran geglaubt, hart im Weinberg zu arbeiten, um grosse Weine zu machen“, sagt Rino Sottimano. Das Gras zwischen den Rebzeilen wird zwei- bis dreimal im Jahr gemäht, im Herbst jede zweite Reihe gepflügt.

Fünf Lagen in Neive und Treiso

Vier der fünf Barbaresco-Lagen liegen in Neive. Cottà, wo das Gut seinen Sitz hat, ist nach Südwesten ausgerichtet und steht auf Kalk-Ton-Böden mit Sandanteilen; der Wein von dort verbindet Fülle und Struktur mit einer Frucht zwischen roten und schwarzen Beeren. Fausoni wächst auf kalkhaltigen, eher kargen Böden und ergibt den floralsten und offenherzigsten der fünf. Basarin liegt auf 250 bis 300 Metern über Kalk und Ton, teils mit Sand, und bringt Frucht, Struktur und Reife zusammen; wenn der Jahrgang es verlangt, gehen seine Trauben in den Langhe Nebbiolo. Currà trägt Reben von fünfundfünfzig bis siebzig Jahren und liefert Extraktion und Langlebigkeit.

Die fünfte Lage, Pajoré, liegt in Treiso auf rund 400 Metern, ebenfalls nach Südwesten geneigt, auf kalkhaltigem Mergel und Ton. Die alten Reben bringen dort niedrige Erträge. Die Träubchen bleiben klein und konzentriert. Dazu kommt der Langhe Nebbiolo aus den höher gelegenen Parzellen, von Hand gelesen und nach der Ankunft im Keller ein zweites Mal verlesen.

Spontangärung und lange Maischestandzeiten

Andrea Sottimano lässt jeden Wein spontan vergären, mit den Hefen aus Weinberg und Keller. Danach bleibt der Nebbiolo lange auf den Schalen, bei einzelnen Weinen bis zu sechzig Tage, der Tresterhut dabei teils untergetaucht. Der biologische Säureabbau beginnt, wenn der Keller im Frühjahr von selbst warm wird, und zieht sich gelegentlich bis in den Herbst.

Der Ausbau dauert bei den Barbareschi aus Neive rund achtzehn bis zweiundzwanzig Monate, beim Cottà teils in neuen französischen Barriques, beim Pajoré zwanzig bis vierundzwanzig Monate mit Malo im Fass. Der Currà reift vierundzwanzig bis dreissig Monate in gebrauchten burgundischen Pièces, mit fünfzehn Prozent neuem Holz. Der Langhe Nebbiolo kommt in Barriques und grössere Gebinde. Abgefüllt wird ohne Schönung und ohne Filtration, womit die Unterschiede der fünf Hügel bis ins Glas stehen bleiben.

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