Lebendige Weine Schweiz & Liechtenstein

Côte de Beaune · Frankreich

Boris Champy

Boris Champy, Winzer der Domaine Boris Champy

Domaine Boris Champy bewirtschaftet zwölf Hektar in den Hautes-Côtes de Beaune, dazu Parzellen in Pommard und zwei Premiers Crus in Beaune. Das Gut wurde 1984 als erstes im Burgund nach Demeter zertifiziert und arbeitet seither biodynamisch; Boris Champy übernahm es 2019 von Didier Montchovet. Seine Weinberge liegen zwischen 377 Metern am Clou und 421 Metern am Bignon, gepflanzt sind Chardonnay, Pinot Noir, Aligoté und Gamay, vieles davon aus alten Sélections massales von Reben aus der Zeit vor der Reblaus. Die Weine vergären spontan und reifen überwiegend in gebrauchten Pièces und im Fuder.

Die Weine

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Boris Champy und die Übernahme 2019

Boris Champy ist Önologe und arbeitete zehn Jahre im kalifornischen Napa Valley, danach als technischer Direktor bei einem Négociant in Beaune und als Leiter einer Domaine im Burgund. Eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela stand am Anfang seiner Neuausrichtung, 2019 übernahm er das Gut von Didier Montchovet. Der traditionelle Gruss der Pilger auf dem Camino gab der Fine de Bourgogne Ultreïa ihren Namen.

Die Weinberge zwischen 377 und 421 Metern

Die Weinberge verteilen sich auf Höhen zwischen 377 Metern am Clou in Nantoux und 421 Metern am Bignon in Bouze; die Trauben reifen dort eine Woche später als an der Côte de Beaune, was den Weinen Frische erhält. Der Weinberg Montagne de Cras in Nantoux liegt auf 382 Metern, sein Name geht auf das keltische Wort für Kieselstein zurück, und Kieselsteine durchsetzen den Boden aus Kalk, Kalkmergel und Lehm. Aus seinem Chardonnay entsteht Montagne 382. Von den vier Hektar der Lage tragen drei Reben, auf dem vierten liegen Geröll, Hecken und Obstbäume, und in den Graswiesen wachsen Orchideen und seltene Baumarten.

Die Böden in Le Clou und En Bignon, den Parzellen für Altitude, zeigen roten Lehm und weissen Ton, der viel Mergel enthält; angelegt wurden diese Weinberge teils schon in den 1980er Jahren. Dazu kommen Parzellen in Pommard und die Beaune Premiers Crus Aux Coucherias und Vignes Franches.

Sélections massales und 10'000 Stöcke je Hektar

Gepflanzt wird mit 10'000 Stöcken je Hektar, erzogen wird in Guyot und in Lyra. Das Rebmaterial stammt aus alten Sélections massales, teils von Reben aus der Zeit vor der Reblaus. Der Bourgogne Aligoté Doré wächst in einem Weinberg über 400 Metern, die Sélection massale dort trägt goldene Beeren, worauf der Name verweist; der Gamay für den Coteaux Bourguignons Gamay Fin steht in drei Parzellen der Hautes-Côtes de Beaune, ebenfalls aus alten Sélections massales.

Biodynamisch gearbeitet wird in diesen Weinbergen seit 1984. Die Präparate bereitet Boris Champy in einer selbstgebauten Tisanière, und Hecken, Steinmauern, Obstgärten und Schafe gehören zum Bild rund um Nantoux.

Spontangärung und Ausbau im Fuder

Die Weine vergären spontan mit den eigenen Hefen. Beim Pinot Noir nutzt Boris Champy einen Anteil Ganztrauben und extrahiert schonend, der Ausbau dauert zwölf Monate im Fuder, 15 Prozent davon in neuem Holz. Der Gamay geht zur Hälfte als ganze Traube in die Macération carbonique, vergärt im Holzgärständer mit neun Tagen Maischestand und reift danach rund zwölf Monate im alten Pièce und im Fuder. Der Aligoté liegt zwölf Monate zu 70 Prozent in gebrauchten Pièces auf der Hefe und zu 30 Prozent im Edelstahl, der Chardonnay aus Montagne de Cras in Pièces mit 15 Prozent neuem Holz und 35 Prozent Zweitbelegung, bei gelegentlicher Bâtonnage. Dazu kommen der Crémant de Bourgogne Élévation 424 und die Zweitlinie Petit Aigle aus Savigny-lès-Beaune und Santenay.

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