Rougeot Père & Fils

Domaine Rougeot Père & Fils in Meursault bewirtschaftet 12,6 Hektar an der Côte de Beaune, mit Parzellen in Volnay, Pommard und Saint-Romain. Pierre-Henri Rougeot übernahm das Gut 2016 und erzeugt seither ausschliesslich Qualitätsweine, einen Teil davon ohne Schwefelzusatz. Seit 2020 ist das Weingut biozertifiziert, seit 2021 läuft die Umstellung auf Demeter. Im Weinberg arbeitet er von Hand, im Keller mit eigenen Hefen, langem Ausbau ohne Bâtonnage und ohne Filtration; die Pinot Noirs vergären unentrappt als ganze Trauben. Die Weine zeigen eine salzige Länge und eine Frucht, hinter der die Parzelle erkennbar bleibt.
Meursault, Hubert und Marc Rougeot
Pierre-Henri Rougeots Grossvater Hubert Rougeot erweiterte den Besitz in den sechziger Jahren und war 25 Jahre lang Bürgermeister von Meursault. Unter seinem Vater Marc Rougeot gingen die Weine an französische Supermärkte. 2016 übernahm Pierre-Henri Rougeot die 12,6 Hektar, beendete dieses Geschäft und richtete die Domaine auf Qualitätsweine aus, viele davon ohne Schwefelzusatz und an ihren diagonal gestreiften Etiketten zu erkennen.
Die Parzellen von Pommard bis Saint-Romain
In Pommard liegt Clos des Roses als Monopole in der Hand der Familie, aus Volnay kommt der Volnay-Santenots Premier Cru. Meursault stellt den Meursault-Charmes Premier Cru und die flache Village-Lage Sous la Velle, 2,2 Hektar kalkhaltiger Lehm mit 50 bis 55 Jahre alten Chardonnay-Reben. Im unteren Teil der Gemeinde stehen auf 0,85 Hektar die 30 bis 50 Jahre alten Reben von En La Monatine, im Süden an der Grenze zu Puligny-Montrachet und rund 500 Meter unterhalb des Premier Cru Charmes die 1,5 Hektar von Les Grandes Gouttes. Gepflanzt ist überall mit 10.000 Stöcken je Hektar.
La Combe Bazin in Saint-Romain misst einen Hektar und liegt auf rund 400 Metern an einem steilen Kalksteinhang; die Chardonnay-Reben dort sind 60 und 85 Jahre alt. Aus Monthélie kommt der weisse Les Toisieres, aus einem 40 Jahre alten Mischsatz in Meursault der Bourgogne Passetoutgrain Les Vercherres mit 70 Prozent Gamay und 30 Prozent Pinot Noir, und aus Meursault zudem ein Bourgogne Aligoté, Les Plumes.
Handarbeit im Weinberg, Bio seit 2020
Pierre-Henri Rougeot arbeitet in den Reben von Hand, Traktoren kommen nur minimal zum Einsatz. Premox, die vorzeitige Oxidation der Weissweine, trat in bestimmten Parzellen wiederholt auf und gab den Anstoss zur Umstellung. Seit 2020 ist Rougeot Père & Fils biozertifiziert, seit 2021 läuft die Demeter-Umstellung. Seine Arbeit fasst er in einen Satz: „Es kann keinen guten Wein aus schlechtem Boden geben.“
Keller aus dem 18. Jahrhundert
Die Keller wurden im 18. Jahrhundert für die Hospices de Beaune erbaut. Die weissen Trauben kommen ganz und ungequetscht in die pneumatische Presse, der Most klärt zwei Tage kalt vor, alkoholische und malolaktische Gärung laufen mit eigenen Hefen im Fass. Danach reifen die Weine 18 Monate ohne Bâtonnage in ein- bis zehnjährigen 228-Liter-Fässern, beim Sous la Velle und beim La Combe Bazin zu 15 Prozent in neuem Holz, und entspannen vor der Füllung zwei Monate im Stahl. Geschönt und gefiltert wird nicht.
Die Pinot Noirs gehen unentrappt als ganze Trauben in den Gärbehälter und vergären spontan; beim Passetoutgrain Les Vercherres dauert die Maischegärung acht bis zehn Tage, begleitet von täglich ein bis zwei Remontagen und Pigeagen, danach folgen sieben bis acht Monate im Fass. Während des Ausbaus bekommen die Weine keinen Schwefel, über eine Gabe bei der Abfüllung entscheidet Pierre-Henri Rougeot je nach Jahrgang.

































