Lebendige Weine Schweiz & Liechtenstein

Mâconnais · Frankreich

La Soufrandière

La Soufrandière - Die drei Bret-Brüder

La Soufrandière in Vinzelles bewirtschaftet zwölf Hektar Chardonnay im südlichen Mâconnais, in den Lagen von Pouilly-Vinzelles, Pouilly-Fuissé und Saint-Véran. Jean-Philippe und Jean-Guillaume Bret übernahmen das Weingut im Jahr 2000 in dritter Generation und stellten es auf biologischen, später biodynamischen Weinbau um; seit 2003 liegt die Ecocert-Zertifizierung vor, seit 2006 das Demeter-Siegel. Ihre Weissweine entstehen aus Ganztraubenpressung und Spontangärung, reifen lange auf der Hefe und kommen unfiltriert in die Abfüllung. Herzstück bleibt der Weinberg, mit dem 1947 alles begann: ein Hektar im Climat Les Quarts oberhalb von Vinzelles.

Die Weine

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Jules Bret kauft einen Hektar in Les Quarts

1947 erwarb Jules Bret das Anwesen in Vinzelles samt einem Hektar Reben in der Lage Les Quarts. Dieser Weinberg bildet bis heute den Kern des Besitzes. Nach dem frühen Tod ihres Vaters übernahmen seine Enkel Jean-Philippe und Jean-Guillaume Bret im Jahr 2000 die Leitung und begannen unmittelbar mit der Umstellung auf biologischen Weinbau. Von 2010 bis 2014 arbeitete der jüngste Bruder Marc-Antoine mit. Neben La Soufrandière führen die beiden die Négociant-Projekte Bret Brothers für Gamay aus dem Beaujolais und Bret Brothers Mâconnais für weitere Appellationen der Region.

Präparate, Pferd und die Rhythmen des Jahres

Die Brüder Bret arbeiten nach den Prinzipien Rudolf Steiners, mit Präparaten aus Kuhmist und Quarz und nach den kosmischen Rhythmen; der Boden wird als lebendiger Organismus behandelt. Seit 2003 ist La Soufrandière durch Ecocert biologisch zertifiziert, seit 2006 trägt das Weingut das Demeter-Siegel. Ein Teil der Weinberge wird mit Pferden bearbeitet, was die Verdichtung der Böden geringhält.

Les Quarts, Les Longeays, La Bonnode

Die zwölf Hektar liegen in den Lagen des südlichen Mâconnais: der historische Clos de Grand-Père und die Climats Les Quarts und Les Longeays in Pouilly-Vinzelles, dazu Parzellen in Saint-Véran und Pouilly-Fuissé, darunter der Premier Cru Au Vignerais. Die kalkhaltigen Böden mit Lehm- und Toneinschlüssen tragen Rebstöcke, die teilweise über achtzig Jahre alt sind. In Saint-Véran liegt das Climat La Bonnode auf zwei Hektar, östlich exponiert am Fuss der Roche de Vergisson, mit etwa fünfunddreissigjährigen Reben auf Kalk und Ton. Am selben Felsen, in kühler Nordhanglage, kam 2016 die rund 1,5 Hektar grosse Parzelle La Combe DesRoches dazu, deren zwanzig- bis fünfundzwanzigjährige Reben dort trotzdem harmonisch ausreifen.

Spontangärung, Hefe, Beton-Ei

Im Keller halten Jean-Philippe und Jean-Guillaume Bret die Eingriffe klein. Die Trauben werden von Hand gelesen und als Ganztrauben gepresst, der Most vergärt spontan mit den eigenen Hefen, und der Ausbau verteilt sich je nach Wein auf Edelstahltank, gebrauchte Eichenfässer verschiedener Grössen und ein 19-Hektoliter-Ei aus Beton. Beim Saint-Véran La Bonnode Ovoide bleibt der Wein rund ein Jahr im Ei, ohne Schwefelgabe während Gärung und Ausbau; erst zur unfiltrierten Füllung kommt eine kleine Dosis dazu. Dieselbe Linie trägt die Cuvées, die Zen im Namen führen.

Eine Sonderrolle hat La Carbonnode: Chardonnay aus der Parzelle La Bonnode, dessen ganze Trauben etwa neun Tage unter Kohlensäuremaischung vergären, anschliessend schonend gepresst werden und in gebrauchten 228-Liter-Fässern spontan zu Ende gären. Auch hier fällt die Schwefelgabe erst bei der Abfüllung an, mit 24 Milligramm je Liter. Der Wein steht in dieser Reihe von Chardonnays, die ihre Lage ohne Umweg zeigen, als eigener Fall unter den Orange Wines.